"Nicht nur Wolf-Ersatz"

Die Kölner Leihgabe Aleksandar Mitreski will den Club zurück in Liga eins führen. Der Modellathlet soll der FCN-Abwehr mehr Stabilität verleihen. "Unter Druck bin ich am besten."
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Defensiv-Allrounder Aleksandar Mitreski will dem Club helfen beim Unternehmen Wiederaufstieg.
firo/AK Defensiv-Allrounder Aleksandar Mitreski will dem Club helfen beim Unternehmen Wiederaufstieg.

NÜRNBERG - Die Kölner Leihgabe Aleksandar Mitreski will den Club zurück in Liga eins führen. Der Modellathlet soll der FCN-Abwehr mehr Stabilität verleihen. "Unter Druck bin ich am besten."

Heute tritt Neuzugang Nummer zwölf seinen Dienst beim Club an. Aleksandar Mitreski, 27-jähriger Defensiv-Allrounder von Bundesliga-Rückkehrer FC Köln, freut sich „riesig auf die Aufgabe, diesen Traditionsverein dort hinzubringen, wo er hingehört: in die Erste Liga.“ Und fügt forsch an: „Ich sehe mich nicht nur als Ersatz für Andreas Wolf.“ Lässt er seinen Worten Taten folgen, dann könnte für den zunächst zum Nulltarif ausgeliehenen Mitreski – bei Aufstieg wären rund 250.000 Euro fällig – mehr daraus werden: ein Vertrag, der über 30. Juni 2009 hinaus verlängert wird.

Eigentlich ist der nach seinem Kreuzbandriss mindestens sechs Monate ausfallende Wolf „für uns 1:1 nicht zu ersetzen“, sagt Martin Bader über den Kapitän. „Sportlich wäre das wohl möglich“, glaubt der Manager, der den Preis für einen Innenverteidiger von einem ähnlichen Kaliber auf „gut zwei Millionen Euro“ taxiert. Aber da ist eben noch die Komponente Führungspersönlichkeit. „Einer, der auch außerhalb des Platzes voll akzeptiert wird“, so Bader.

Mitreski: "Ich verlasse Köln mit Stolz"

Doch auch vor dieser Herausforderung scheut Mitreski nicht zurück. „Unter Druck bin ich am besten“, hat er vormals Kölns Boss Wolfgang Overath wissen lassen, als der ihn vor dem Wechsel vor zwei Jahren von Grashopper Zürich fragte: „Du bist 6000 Zuschauer gewohnt. Traust du dir auch zu, regelmäßig vor 40.000 zu spielen?“ Der Modellathlet (1,85 Meter, 75 Kilogramm) besticht durch einen austrainierten Körper mit Waschbrettbauch und hohes Tempo. Warum es dann in Köln unter Trainer Christoph Daum nicht mehr gereicht hat, erklärt Aleksandar so: „In der Vorbereitung habe ich wegen einer Zerrung zwei Wochen gefehlt. Zudem wurde kräftig eingekauft.“ Petit als „Sechser“ von Benfica Lissabon oder der Brasilianer Pedro Geromel für die Innenverteidigung. „Ich habe mir nichts vorzuwerfen, verlasse Köln mit Stolz“, sagt Aleks.

Auf seine „unglaubliche Präsenz“ setzen sie beim Club laut Bader. Nach Wolfs Verletzung und Jacques Abardonados Wechsel zum AFC Valenciennes „wären wir mit Matthew Spiranovic und Michael Kammermeyer etwas zu dünn besetzt gewesen“, meint der Manager. „Trainer Michael Oenning und ich wollten einen erfahrenen Spieler. Einen, der außer Torhüter Raphael Schäfer nicht erschrickt, wenn wie in Lautern Welle auf Welle auf uns zurollt.“

Angst kennt Mitreski „vor keinem Gegner“. Schließlich hat er als mazedonischer Nationalspieler schon Weltstars wie den Engländer Frank Lampard beim 0:0 in Old Trafford kalt gestellt. Besonders freut sich Aleks in Nürnberg auf das Wiedersehen mit Club-Idol Sasa Ciric: „Er war früher mein Zimmerkollege im Nationalteam. Ich werde ihn mal auf eine Apfelsaftschorle einladen.“ Bald, und nicht erst bei der Aufstiegsparty, auf der ja wohl andere Getränke angesagt sind. Markus Löser

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