Neun NS-Raubkunstwerke in Münchner Sammlungen entdeckt

München (dpa/lby) - Die Nachfahren eines jüdischen Ehepaares aus München erhalten neun von den Nationalsozialisten geraubte Kunstwerke zurück. Es handele sich um fünf Gemälde, drei Farbstiche und eine Holztafel mit Elfenbeinreliefs, teilte das Kulturministerium am Mittwoch in München mit.
| dpa
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München (dpa/lby) - Die Nachfahren eines jüdischen Ehepaares aus München erhalten neun von den Nationalsozialisten geraubte Kunstwerke zurück. Es handele sich um fünf Gemälde, drei Farbstiche und eine Holztafel mit Elfenbeinreliefs, teilte das Kulturministerium am Mittwoch in München mit. Die Werke seien im November 1938 im Rahmen einer staatlichen Kunstraubaktion von der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) beschlagnahmt worden und 1955 in den Besitz der Bayerischen Staatsgemäldesammlung, des Bayerischen Nationalmuseums und der Staatlichen Graphischen Sammlung gelangt. Am 5. August sollen die Erben des Ehepaares die Objekte zurückerhalten. Auch die Übergabedokumente sollen unterzeichnet werden.

Das Ehepaar Julius und Simone Davidsohn lebte seit 1917 in München. Die Nationalsozialisten deportierten beide nach Theresienstadt, wo Julius Davidsohn im August 1942 ermordet wurde. Seine Frau starb einige Monate später im April 1943.

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