Neuer Pflichtverteidiger soll Ulvi K. aus der Psychiatrie holen

Vom Vorwurf des Mordes an der kleinen Peggy wurde er freigesprochen. Soll der geistig behinderte Ulvi K. trotzdem in der Psychiatrie bleiben? Seine Betreuerin findet: nein!
von  dpa
Sie hat immer an seine Unschuld geglaubt: Gudrun Rödel ist Ulvi K.s Betreuerin und Gründerin der Initiative „Gerechtigkeit für Ulvi“.
Sie hat immer an seine Unschuld geglaubt: Gudrun Rödel ist Ulvi K.s Betreuerin und Gründerin der Initiative „Gerechtigkeit für Ulvi“. © dpa

Bayreuth – Die Betreuerin des geistig Behinderten Ulvi K. will mit einem neuen Pflichtverteidiger die schnellstmögliche Entlassung ihres Schützlings aus der Psychiatrie erreichen. Gudrun Rödel sagte am Montag der Nachrichtenagentur dpa, der bisherige Verteidiger Michael Euler habe nach dem Freispruch von Ulvi K. im Mordprozess um die kleine Peggy aus Oberfranken zu passiv agiert. So sei nach dem Vorliegen eines neuen Gutachtens über Ulvi K. von dem Juristen keine vorzeitige Anhörung oder Entlassung aus dem Bezirkskrankenhaus beantragt worden.

Lesen Sie hier: Nach 13 Jahren Ulvi K. besucht seine Eltern

Dort sitzt Ulvi K. seit 13 Jahren wegen des sexuellen Missbrauchs von Kindern. Neuer Pflichtverteidiger ist der auf Psychiatrierecht spezialisierte Anwalt Thomas Saschenbrecker. Er werde in Kürze einen entsprechenden Antrag beim Landgericht Bayreuth stellen, sagte Rödel.

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