Neue Warnstreikrunde im kommunalen Nahverkehr

Heute werden die Tarifverhandlungen für den kommunalen Nahverkehr in Bayern fortgesetzt. Zuvor will die Gewerkschaft Verdi den Druck auf die Städte erhöhen.
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In Bayern stehen in mehreren Städten die nächsten ganztägigen Warnstreiks im Nahverkehr an. (Archivbild)
In Bayern stehen in mehreren Städten die nächsten ganztägigen Warnstreiks im Nahverkehr an. (Archivbild) © Sven Hoppe/dpa
München

Die Gewerkschaft Verdi will heute den kommunalen Nahverkehr in mehreren großen bayerischen Städten weitgehend lahmlegen. Vor der fünften Verhandlungsrunde in den laufenden Tarifverhandlungen sollen U-Bahn, Bus und Tram in München und Nürnberg nicht fahren. Arbeitsniederlegungen sind auch in Augsburg, Regensburg, Fürth, Bayreuth, Dachau, Passau, Landshut und Schweinfurt geplant. Nicht betroffen sind S- und Regionalbahnen. 

Auch in Aschaffenburg ist ein Ausstand geplant, dort erwartet Verdi aber keine Auswirkungen für die Fahrgäste. Wie bei den bisherigen Warnstreiks wollen die betroffenen Städte Notfahrpläne einrichten. So soll in München laut Ankündigung des Verkehrsverbunds MVV etwa die Hälfte der Busse fahren, gegebenenfalls auch einzelne Straßen- und U-Bahnen.

Druck vor fünfter Verhandlungsrunde 

Mit der Aktion am Vortag der fünften Verhandlungsrunde für Bayern will Verdi Druck auf die Arbeitgeber machen. Inzwischen hat die Gewerkschaft ihre ursprünglichen Forderungen reduziert und fordert eine Erhöhung der Entgelte um 550 Euro in zwei Schritten bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Außerdem verlangt Verdi eine sowie Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. Die kommunalen Arbeitgeber lehnen das angesichts der hohen Defizite im öffentlichen Nahverkehr nach wie vor als "realitätsfern" ab.

Verdi hatte bei der Ankündigung der Warnstreiks am Sonntag "großes Verständnis für den Frust der Fahrgäste" geäußert.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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