Neue Spur zu Mädchenmord: Polizei sucht nach Fest-Teilnehmer

Zwei Mädchen werden in den 1970er und 1980er Jahren umgebracht. Nach einer ZDF-Sendung gehen bei den Ermittlern mehrere Hinweise ein. Wer war 1981 bei einem Grillfest?
dpa |
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Zeugen werden gebeten, sich bei der Kripo Kempten zu melden. (Symbolbild)
Zeugen werden gebeten, sich bei der Kripo Kempten zu melden. (Symbolbild) © Daniel Löb/dpa
Kempten

Zu dem ungelösten Mord an Sonja Hurler in Kempten sucht die Polizei nach den Teilnehmern eines Grillfests im Jahre 1981. Unter den vielen Anrufen nach der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY… ungelöst" sei ein Hinweis zu dem Fest des Kreisverbandes der Siebenbürger Sachsen gewesen, teilte die Polizei mit. Das Grillfest habe am Wochenende, an dem die 13-Jährige getötet wurde, am Ufer des Kollerbaches in der Nähe des Kemptener Weilers Hohenrad stattgefunden.

Die Kripo bittet die damaligen Teilnehmer darum, sich zu melden - selbst wenn sie zu dem Zeitpunkt nur Kinder waren. Es sei möglich, dass sie auf dem Heimweg etwas beobachtet haben könnten. 

Derselbe Mörder im Fall der getöteten Marion Baier?

Die 13-jährige Sonja Hurler wurde 1981 getötet, nachdem sie sich nach einem Streit mit der Mutter nachts zu Fuß zur Großmutter aufgemacht hatte. Die Polizei geht davon aus, dass ihr Mörder auch die zwölfjährige Marion Baier im mittelfränkischen Oberasbach (Landkreis Fürth) im Jahr 1973 umgebracht hat. 

Zwischen den beiden Taten gibt es den Ermittlern zufolge Parallelen. In beiden Fällen handle es sich aus Sicht der Polizei um Sexualmorde, außerdem gab es in der Nähe der Tatorte jeweils ein Fest.

Auf die Parallelen stießen die Ermittler erst durch eine DNA-Spur an der Kleidung von Marion Baier, die bei der Suche in der Datenbank den Treffer im Allgäu ergab. Den ungeklärten Mord an der Zwölfjährigen hatten die Ermittler zuvor routinemäßig wieder aufgerollt.

Gibt es weitere Taten?

"Die Ermittler in beiden Fällen stehen hierzu natürlich in engem Austausch", sagte ein Polizeisprecher aus Mittelfranken. Zusätzlich prüften Profiler - also Fallanalytiker - aus München, ob es möglicherweise Überschneidungen mit anderen Tötungs- und Sexualdelikten gebe.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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