Neue Spezialabteilung bekämpft organisierte Kriminalität

Kempten (dpa/lby) - Für die Bekämpfung von international organisierter Kriminalität hat die Staatsanwaltschaft Kempten eine neue Spezialabteilung eingerichtet. Das sechsköpfige Team solle eng mit grenznahen Behörden zusammenarbeiten und somit vor allem Hintermänner krimineller Netzwerke effektiver identifizieren, sagte Justizminister Georg Eisenreich (CSU) am Montag bei der Vorstellung der neuen Abteilung im Justizgebäude Kempten.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Georg Eisenreich spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Matthias Balk/dpa
dpa Georg Eisenreich spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Matthias Balk/dpa

Kempten (dpa/lby) - Für die Bekämpfung von international organisierter Kriminalität hat die Staatsanwaltschaft Kempten eine neue Spezialabteilung eingerichtet. Das sechsköpfige Team solle eng mit grenznahen Behörden zusammenarbeiten und somit vor allem Hintermänner krimineller Netzwerke effektiver identifizieren, sagte Justizminister Georg Eisenreich (CSU) am Montag bei der Vorstellung der neuen Abteilung im Justizgebäude Kempten.

Die Spezialabteilung wurde bereits am 1. November gegründet und soll künftig eng mit Polizei- und Justizbehörden in Österreich, der Schweiz und Italien zusammenarbeiten sowie mit der EU-Justizbehörde Eurojust und der EU-Polizeibehörde Europol. Ziel ist es zudem, die Kooperation mit den benachbarten Staatsanwaltschaften im österreichischen Innsbruck und Feldkirch zu stärken, um effektiver gegen Schleuserkriminalität, Menschenhandel sowie den internationalen Drogen- und Waffenhandel zu ermitteln.

Kempten ist die dritte bayerische Staatsanwaltschaft, die das sogenannte Traunsteiner Modell einführt, das die Staatsanwaltschaft Traunstein im Jahr 2018 entwickelt hatte. Das Modell sieht vor, durch mehr spezialisiertes Personal und intensivere Vernetzung organisierte Kriminalität effizienter bekämpfen zu können.

Nach ersten Erfolgen wurde das Modell im Oktober bei der Staatsanwaltschaft Landshut eingeführt, um die Gebiete in Deggendorf und Passau sowie den Münchner Flughafen abzudecken. Das Modell soll bei weiteren grenznahen Staatsanwaltschaften in Bayern installiert werden. In Betracht kommen unter anderem Hof und Regensburg.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren