Neue Hüfte mit 80: Minimalinvasive Eingriffe für Hochbetagte

Mit 80 eine neue Hüfte oder eine Darm-OP: Immer öfter setzen Chirurgen auch bei hochbetagten Patienten das Messer an. Wurden früher etwa Krebspatienten in höherem Alter jenseits der 75 kaum noch operiert, könnten heute bei diesen Menschen Tumore an Speiseröhre, Darm, Magen und Leber oft minimalinvasiv und somit schonend entfernt werden, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH), Matthias Anthuber, am Rande des 136.
| dpa
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München - Mit 80 eine neue Hüfte oder eine Darm-OP: Immer öfter setzen Chirurgen auch bei hochbetagten Patienten das Messer an. Wurden früher etwa Krebspatienten in höherem Alter jenseits der 75 kaum noch operiert, könnten heute bei diesen Menschen Tumore an Speiseröhre, Darm, Magen und Leber oft minimalinvasiv und somit schonend entfernt werden, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH), Matthias Anthuber, am Rande des 136. Chirurgenkongresses in München. Von Dienstag bis Freitag befassen sich unter Anthubers Leitung rund 5500 Teilnehmer mit der Zukunft des Faches.

"Wir machen heute erfolgreiche Krebsoperationen bei Patienten im achten und neunten Lebensjahrzehnt", sagte Anthuber. "Gerade die Entwicklung von minimalinvasiven Methoden hat die Belastungen für ältere Patienten reduziert."

Nach dem Krankenhausreport der Barmer Ersatzkasse von 2017 stieg gemäß DGHC-Angaben die Zahl der Klinikpatienten über 70 Jahre von 2006 bis 2015 um 80 Prozent. Experten rechnen mit weiterem Zuwachs.

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