Neue Ausstellung zu NS-Reichsparteitagen wird eröffnet

Einst strömten eine Million Menschen zu den Reichsparteitagen nach Nürnberg. Welche Bedeutung das Gelände hatte, macht eine neue Ausstellung greifbar.
dpa |
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Die Ausstellung zeigt auf 1.600 Quadratmetern anhand von hunderten Exponaten und interaktiven Elementen, wie Nürnberg zur Stadt der Reichsparteitage wurde und welche Bedeutung das Gelände auch später noch hatte. (Archivbild)
Die Ausstellung zeigt auf 1.600 Quadratmetern anhand von hunderten Exponaten und interaktiven Elementen, wie Nürnberg zur Stadt der Reichsparteitage wurde und welche Bedeutung das Gelände auch später noch hatte. (Archivbild) © Daniel Karmann/dpa
Nürnberg

Seit Mai läuft sie im Probebetrieb, nun eröffnet das Nürnberger Dokumentationszentrum seine neue Ausstellung zum ehemaligen NS-Reichsparteitagsgelände offiziell. Zu dem Festakt am Mittwochvormittag (11.00 Uhr) werden unter anderem der frühere Bundespräsident Christian Wulff und Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (beide CSU) erwartet. 

Das Dokuzentrum hatte die neue Schau während eines fünfjährigen Umbaus neu konzipiert. Die Ausstellung zeigt auf 1.600 Quadratmetern anhand von Hunderten Exponaten und interaktiven Elementen, wie Nürnberg zur Stadt der Reichsparteitage wurde und welche Bedeutung das Gelände auch später noch hatte. Während des Probebetriebs wurden die Technik an den zahlreichen Medienstationen und die neuen Vermittlungsformate zusammen mit Besucherinnen und Besuchern getestet. 

Von 1933 bis 1938 inszenierten die Nationalsozialisten ihre mehrtägigen Parteitage in Nürnberg. Etwa eine Million Menschen kamen dafür als Zuschauer oder Teilnehmer der Aufmärsche, Paraden und Appelle in die Stadt. Als Kulisse diente das elf Quadratkilometer große Areal, das aber eine Großbaustelle blieb. Das Zeppelinfeld und die Haupttribüne sind die einzigen Bauten, die fertiggestellt wurden und noch heute erhalten sind.

Objekte und Bauten gewinnen an Bedeutung

Rund 300.000 Menschen aus aller Welt kommen nach Angaben der Stadt jährlich, um sich dort über die NS-Vergangenheit zu informieren. Da kaum noch Zeitzeugen leben, gewinnen die steinernen Zeugnisse des Größenwahns der Nazis an Bedeutung. 

Aus diesem Grund arbeitet die neue Ausstellung nun erstmals auch mit Objekten wie den Scheinwerfern von der Zeppelintribüne, NS-Fahnen oder einem hölzernen Reichsadler. Den Kuratorinnen war dabei aber wichtig, dass diese nicht wie NS-Devotionalien zur Schau gestellt werden. Deshalb sind die Fahnen zum Beispiel gefaltet oder der Adler in Einzelteilen in die Vitrine gezwängt.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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