Neue Ausstellung: "Die Blauen Reiterinnen"

Wie weiblich war der "Blaue Reiter"? Ein großes Ausstellungsprojekt wirft einen ganz neuen Blick auf die berühmte Künstlergruppe.
dpa |
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Im Lenbachhaus soll die Ausstellung 2027 zu sehen sein. (Symbolbild)
Im Lenbachhaus soll die Ausstellung 2027 zu sehen sein. (Symbolbild) © picture alliance / Fabian Nitschmann/dpa
München/Wiesbaden/Bremen

Der Blaue Reiter gilt als eine der bekanntesten und wichtigsten Künstlergruppen Deutschlands - und ist in der Betrachtung vor allem von männlichen Protagonisten wie den Gründern Wassily Kandinsky und Franz Marc, Paul Klee und August Macke geprägt. Dies soll sich nun ändern. 

Das internationale Ausstellungsprojekt "Die Blauen Reiterinnen" stellt die Frauen aus der Künstlergruppe und ihrem Umfeld in den Mittelpunkt - allen voran Malerin Gabriele Münter (1877-1962). 

"Blauer Reiter" nicht nur "männlich dominierter Kreis"

"Obwohl Gabriele Münter in den fünf gemeinsam organisierten Ausstellungen des Kreises die mit Abstand meisten Werke präsentierte und das Netzwerk rund um den "Blauen Reiter" maßgeblich von den beteiligten Künstlerinnen aufrechterhalten wurde, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten die Vorstellung des "Blauen Reiter" als eines männlich dominierten Kreises gehalten", heißt es in der Ankündigung der Ausstellung. 

"Die Künstlerinnen wurden in der Öffentlichkeit vor allem in Relation zu ihren Künstlerkollegen gewürdigt: als Impulsgeberin oder Schülerin, Nachfolgerin oder Verwalterin des Schriftverkehrs." 

Schirmherrin Iris Berben

Dabei waren sie aus Sicht der Ausstellungsmacher viel mehr: "Sie waren Kosmopolitinnen, Mäzeninnen, Managerinnen und Pionierinnen einer neuen Kunst", heißt es in der Ankündigung der Ausstellung, die in München vorgestellt wurde, dort aber erst in einem Jahr zu sehen sein soll. Vorher soll sie am 23. Oktober dieses Jahres in Wiesbaden starten, nach Bremen weiterziehen und zum Schluss noch in Ascona in der Schweiz zu sehen sein. Schauspielerin Iris Berben unterstützt das von zahlreichen Stiftungen geförderte Ausstellungsprojekt als Schirmherrin.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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