Neu-Ulm: Kanalisation wegen Klopapier-Hamsterern am Limit

Klopapier ist vielerorts vergriffen. Wegen des Toilettenpapiermangels kommt es zu Problemen. Nicht nur im Badezimmer.
| AZ/dpa
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In Corona-Zeiten ein gefragtes Gut: Klopapier.
Rene Traut/dpa In Corona-Zeiten ein gefragtes Gut: Klopapier.

Neu-Ulm - Hamsterkäufe von Klopapier sorgen für Probleme in den Kläranlagen in Neu-Ulm. Die schwäbische Stadt geht davon aus, dass viele Bürger kein Toilettenpapier mehr bekommen haben und deswegen nun ersatzweise andere Materialien auf dem Klo benutzen. Die Experten der Stadtentwässerung hätten "zuletzt vermehrt Produkte wie Feucht-, Kosmetik- oder Küchentücher" in der Kanalisation und den Pumpwerken entdeckt, teilte die Kommune am Dienstag mit.

"Die Pumpen in unseren Pumpwerken können diese Stoffe nicht transportieren", sagte Abteilungsleiter Jochen Meissner. "Es kann zu Ausfällen im gesamten System kommen", warnte er. In den Kläranlagen werde zudem durch die falsch entsorgen Tücher der Sauerstoffaustausch im Reinigungsprozess gestört, was dazu führe, dass die Anlagen nicht mehr die volle Reinigungsleistung erbringen.

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