Nerviges Problem mit der DB-App: Der Zug fährt angeblich schon, steht aber noch am Bahnhof

Für viele Reisende und Pendler ist die App der Deutschen Bahn ein täglicher Begleiter. Der AZ fällt auf: So manches Mal entspricht die Auskunft des DB Navigators nicht der Realität. Wie oft die Daten aktualisiert werden.
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Ein Zug fährt durch Bayern zwischen Rosenheim und Kufstein.
Ein Zug fährt durch Bayern zwischen Rosenheim und Kufstein. © Matthias Balk/dpa

Die App der Deutschen Bahn ist ein täglicher Begleiter für viele Pendler, Ausflügler und auch Gelegenheits-Zugfahrer. Kommt der Zug heute pünktlich? (Überraschung!) Kommt er zu spät? (Schon wieder!) Gibt es Störungen an Signal/Weiche/Gleis oder verzögert ein Polizeieinsatz die Weiterfahrt? All das erfährt man im DB Navigator.

Zuletzt fällt der AZ vereinzelt auf: Der Zug fährt laut App planmäßig los und ist demnach pünktlich unterwegs, doch eigentlich steht er noch am Bahnhof. Der handfeste Beweis: Man sitzt höchstpersönlich drin und sieht: Es tut sich noch nichts.

So passiert zum Beispiel auf dem Weg von Regensburg Hauptbahnhof zum Münchner Flughafen-Terminal. Der Zug steht noch am Bahnsteig, laut Fahr-Balken in der App ist er aber angeblich fast schon am ersten Halt in Burgweinting angelangt. Erst nach mehreren Minuten der Verzögerung passt sich die digitale Fahrt der Realität an. Sprich: Die in diesem Fall kleine Verspätung wird sichtbar.

Verzögerungen in der App: Das sagt die Bahn

Wer schon im Zug drin sitzt, wartet in dem Fall eben. Wer in letzter Minute zum Zug läuft und der App glaubt, könnte denken: Der Zug ist schon längst abgefahren, ein Sprint lohnt sich nicht mehr.

Laut Auskunft des DB Navigators ist der Zug schon fast am ersten Halt in Regensburg-Burgweinting. Die AZ saß drin und weiß: Die Bahn stand noch in Regensburg am Hauptbahnhof.
Laut Auskunft des DB Navigators ist der Zug schon fast am ersten Halt in Regensburg-Burgweinting. Die AZ saß drin und weiß: Die Bahn stand noch in Regensburg am Hauptbahnhof. © Screenshot R. Vielreicher

Die AZ hat bei der Deutschen Bahn nachgefragt: "Unser zentrales Anliegen ist es, Reisende möglichst schnell und zuverlässig zu informieren, besonders im Störungsfall. Dies geschieht in der Regel auf Basis von Echtzeitdaten."

Aber: "Stehen diese (noch) nicht zur Verfügung, weil beispielsweise der Zug noch nicht abgefahren ist und noch nicht absehbar ist, wie sehr er von einer Störung betroffen ist, wird auf Prognosen zurückgegriffen."

Wie man die Aktualisierung selbst anstoßen kann

Sobald Echtzeitdaten zur Verfügung stünden, "werden diese an alle Anzeigemedien ausgespielt und kontinuierlich aktualisiert". Zusätzlich könnten Reisende in der App in der Ansicht der jeweiligen Verbindung den Bildschirm nach unten ziehen und damit manuell eine Aktualisierung der Anzeige anstoßen. "Am oberen Bildschirmrand ist erkennbar, wann die Anzeige zuletzt aktualisiert wurde."

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