Nahverkehr in 13 Städten vor Warnstreiks

Die Gewerkschaft Verdi ruft ihre Mitglieder auf, im öffentlichen Nahverkehr zwei Tage lang die Arbeit niederzulegen. Beginn ist am frühen Freitagmorgen.
dpa |
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Der ÖPNV in den größten bayerischen Städten soll zwei Tage lang bestreikt werden. (Archivbild)
Der ÖPNV in den größten bayerischen Städten soll zwei Tage lang bestreikt werden. (Archivbild) © Stefan Puchner/dpa
München

Am Freitag und Samstag werden viele Busse, Trams und U-Bahnen in Bayern stehenbleiben. Die Gewerkschaft Verdi hat in 13 Städten zu zweitägigen Warnstreiks im Nahverkehr aufgerufen.

Betroffen sind die fünf größten bayerischen Städte München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Ingolstadt; zudem Fürth, Bamberg, Passau, Landshut, Schwabach, Bayreuth, Schweinfurt und Dachau. Die Aktionen sind Teil einer bundesweiten Aktion der Gewerkschaft in der aktuellen Tarifrunde.

Die Nutzer des ÖPNV in den betroffenen Städten müssen sich von Schichtbeginn am Freitag bis zum Dienstende in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf starke Einschränkungen einstellen. In den größeren Städten ist zudem im Berufsverkehr auch mit Staus auf den Straßen zu rechnen, 

Kein kompletter Stillstand

Ein kompletter Stillstand ist allerdings nicht zu erwarten. Wie schon in den vorhergehenden Streiks sind S-Bahnen, Regionalbahnen und Regionalbusse in der Regel nicht betroffen, da sie von anderen Unternehmen betrieben werden. Dies gilt häufig auch für einen Teil des Stadtbusnetzes - von Ort zu Ort aber in unterschiedlichem Maß. Die meisten Verkehrsunternehmen haben Notfahrpläne im Busnetz angekündigt. 

Ob Trams und U-Bahnen fahren, ist in den Städten mit diesen Verkehrsmitteln unterschiedlich geregelt. In München und Augsburg hängt es von der Streikbeteiligung ab, ob einzelne Linien angeboten werden. In Nürnberg dagegen ist geplant, U- und Trambahnen im Depot zu lassen. 

Gegenseitige Vorwürfe

Verdi fordert für die etwa 9.000 Beschäftigten in mehr als 20 Unternehmen, für die der Tarifvertrag gilt, unter anderem eine Entgeltsteigerung um 668,75 Euro sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. Bisher kam es in den Verhandlungen zu keiner entscheidenden Annäherung. Die Arbeitgeber weisen die Forderung als nicht erfüllbar zurück. 

Auch die Wirtschaft kritisierte die Warnstreiks zuletzt. So verwies die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft auf die Belastungen für Pendler und Betriebe. Der Handelsverband Bayern beklagte, dass dem Einzelhandel Umsätze in zweistelliger Millionenhöhe verloren gehen dürften.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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