Nachkommen NS-Verfolgter protestieren gegen Abschiebungen

München (dpa/lby) - In einem offenen Brief an Ministerpräsident Markus Söder (CSU) haben zwölf Nachfahren von NS-Verfolgten gegen Abschiebungen von Flüchtlingen nach Afghanistan protestiert. Zu den Erstunterzeichnern gehören laut einer Mitteilung vom Montag Ernst Grube, Überlebender des Konzentrationslagers Theresienstadt, die Schriftstellerin Amelie Fried und Jan Mühlstein von der Liberalen Jüdischen Gemeinde Beth Shalom in München.
| dpa
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München (dpa/lby) - In einem offenen Brief an Ministerpräsident Markus Söder (CSU) haben zwölf Nachfahren von NS-Verfolgten gegen Abschiebungen von Flüchtlingen nach Afghanistan protestiert. Zu den Erstunterzeichnern gehören laut einer Mitteilung vom Montag Ernst Grube, Überlebender des Konzentrationslagers Theresienstadt, die Schriftstellerin Amelie Fried und Jan Mühlstein von der Liberalen Jüdischen Gemeinde Beth Shalom in München. "Eine Lehre aus der deutschen Geschichte muss darin bestehen, rechtzeitig einzuschreiten, wenn staatliches Unrecht droht. Die Abschiebung in Kriegs- und Krisengebiete ist ein solches Unrecht", heißt es in dem Schreiben.

Die Ausländerbehörden schöben unterschiedslos bestens integrierte junge Menschen ab, denen zuvor die Aufnahme einer Ausbildung oder eines Arbeitsverhältnisses verboten worden sei. "Die Behörden nehmen weder Rücksicht auf schwere Erkrankungen der Betroffenen noch auf familiäre Bindungen", heißt es weiter in dem Brief.

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