Nach Wahlschlappe: IG-Metall-Chef hält Grundsatzrede

Nach seiner Wahlschlappe vom Vortag will IG Metall-Chef Jörg Hofmann seine Gewerkschaft wieder geschlossen hinter sich bringen. Der 63-Jährige hält an diesem Mittwoch beim Gewerkschaftstag in Nürnberg ein "Zukunftsreferat" und bringt zudem einen Leitantrag zur künftigen Strategie ein.
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Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, steht am Rednerpult. Foto: Daniel Karmann/dpa
dpa Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, steht am Rednerpult. Foto: Daniel Karmann/dpa

Nürnberg - Nach seiner Wahlschlappe vom Vortag will IG Metall-Chef Jörg Hofmann seine Gewerkschaft wieder geschlossen hinter sich bringen. Der 63-Jährige hält an diesem Mittwoch beim Gewerkschaftstag in Nürnberg ein "Zukunftsreferat" und bringt zudem einen Leitantrag zur künftigen Strategie ein. Dieser soll die Arbeit in den Betrieben stärker in den Mittelpunkt gewerkschaftlichen Handelns stellen.

"In den Betrieben entscheidet sich, ob wir unsere Konfliktfähigkeit schärfen können, ob wir zu gesellschaftlichen Themen mobilisieren und ob wir in den Tarifverhandlungen Stärke zeigen können", hatte Hofmann der Deutschen Presse-Agentur im Vorfeld des Kongresses gesagt. Am Dienstag war er dann mit dem zweitschwächsten Ergebnis der Gewerkschaftsgeschichte wieder in das Amt als Erster Vorsitzender gewählt worden. Hofmann hatte die Schlappe als "ehrliches Ergebnis" bezeichnet.

Angesichts tiefgreifender Umbrüche in den industriellen Kernbranchen wie Auto, Maschinenbau oder Stahl sieht sich Deutschlands größte Gewerkschaft vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Digitalisierung und Klimawende sind dabei die wesentlichen Trends. Die Gewerkschaft will massiven Jobabbau verhindern und möglichst viele Beschäftigte für neue Tätigkeiten qualifizieren.

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