Nach Wahlfälschung im Dorf Neuwahl von Bürgermeister

Der langjährige Bürgermeister gibt Wahlfälschung zu – jetzt wird in Wülfershausen an der Saale neu gewählt. Wer übernimmt das Amt und wie geht es im Kreistag weiter?
dpa |
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In Wülfershausen sind etwa 1.300 Menschen bei der Bürgermeisterwahl wahlberechtigt. (Symbolbild)
In Wülfershausen sind etwa 1.300 Menschen bei der Bürgermeisterwahl wahlberechtigt. (Symbolbild) © Pia Bayer/dpa
Wülfershausen an der Saale

Gut vier Monate nach der Kommunalwahl in Bayern wird wegen der Wahlfälschung in Wülfershausen an der Saale heute (08.00 Uhr) erneut gewählt. Zur Neuwahl des Ersten Bürgermeisters sind etwa 1.300 Bürgerinnen und Bürger des Dorfes im Landkreis Rhön-Grabfeld aufgerufen. 

Zur Wahl steht mit der Bankbetriebswirtin Ruth Markert (Freie Wählergemeinschaft Wülfershausen/Eichenhausen) nur eine Kandidatin. Die Wahlberechtigten haben aber die Möglichkeit, einen weiteren Namen auf den Stimmzettel zu schreiben. Erhält kein Kandidat die absolute Mehrheit, findet in zwei Wochen eine Stichwahl statt.

Auch Abstimmung über Kreistag und Gemeinderat 

Nötig ist die Neuwahl, weil der frühere Erste Bürgermeister eingeräumt hat, vor der Kommunalwahl im März Wahlunterlagen manipuliert zu haben. Der CSU-Politiker reichte danach seinen Rücktritt ein und trat aus der Partei aus. Am 3. November steht er wegen Wahlfälschung vor dem Amtsgericht Bad Neustadt/Saale.

Weil der 69-Jährige auch Stimmzettel der Kreistags- und Gemeinderatswahl verändert haben soll, findet am Sonntag auch die Nachwahl für den Kreistag des Landkreises Rhön-Grabfeld und den Gemeinderat statt. Bei der Kreistagswahl wird nur die Briefwahl wiederholt. 

Nach Angaben der Regierung von Unterfranken ist es rein rechnerisch zwar möglich, dass sich nach der Wahl in Wülfershausen etwas an der Konstellation des am 8. März gewählten Kreistags ändert, aber eher unwahrscheinlich.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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