Nach Urteil gegen Ex-Soldaten - Revision eingelegt

Kurz vor Weihnachten verurteilt das Landgericht Hof einen Ex-Soldaten zu einer Haftstrafe - unter anderem wegen schwerer Vergewaltigung. Nun ist Revision eingelegt worden.
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Der Fall ist noch nicht abgeschlossen, verschiedene Seiten haben Revision eingelegt. (Symbolbild)
Der Fall ist noch nicht abgeschlossen, verschiedene Seiten haben Revision eingelegt. (Symbolbild) © Daniel Vogl/dpa
Hof

Im Fall eines unter anderem wegen Vergewaltigung verurteilten Ex-Bundeswehrsoldaten haben verschiedene Seiten Revision eingelegt: Die Verteidiger des Angeklagten, die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg und ein Nebenkläger-Vertreter wollen das Urteil nicht akzeptieren. Das teilte das Landgericht Hof mit und bestätigte Medienberichte.

Kurz vor Weihnachten war das Urteil in Hof gefallen: Wegen einer besonders schweren Vergewaltigung einer Frau in der Schweiz und weiterer Vergehen wie unerlaubten Munitionsbesitz wurde der frühere Soldat zu sechs Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Der 30-Jährige wurde mangels Beweisen vom Vorwurf, er habe weitere Frauen vergewaltigt, freigesprochen. 

Staatsanwaltschaft forderte elfeinhalb Jahre Haft

Zu Prozessbeginn hatte der Ex-Soldat eine von sechs ihm vorgeworfenen Vergewaltigungen eingeräumt. Auch den Besitz von kinderpornografischen Inhalten sowie von Munition gab er zu, die er während seiner Tätigkeit als Ausbilder der Bundeswehr mitgenommen haben will.

Das Urteil erging unter anderem auch wegen gefährlicher Körperverletzung, Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs und von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen sowie unerlaubter Ausübung von Gewalt über Kriegswaffen. Auch soll der Mann illegal Munition besessen sowie mit verbotenen Waffen und explosionsgefährlichen Stoffen hantiert haben.

Die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg hatte in ihrem Plädoyer elfeinhalb Jahre Haft und Sicherungsverwahrung für den Angeklagten gefordert. Die Verteidigung hatte in der teils nicht öffentlichen Sitzung im Fall der mutmaßlichen Vergewaltigung von vier Frauen auf Freispruch plädiert – die Handlungen seien einvernehmlich gewesen, hieß es zum Prozessauftakt.

In der Ukraine festgenommen

Der Deutsche war in den vergangenen Jahren zunächst als Helfer in der Ukraine tätig und hatte sich nach eigenen Angaben im weiteren Verlauf einer Spezialeinsatztruppe der Ukraine im Kampf gegen Russland angeschlossen.

Seit 2017 sei er aufgrund einer einvernehmlichen Einigung nicht mehr bei der Bundeswehr, gab der 30-Jährige an. Anfang Februar wurde er in der Region Sumy im Nordosten der Ukraine festgenommen und über Polen nach Deutschland gebracht. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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