Nach Trafobrand Zugausfälle in München: Stellwerke stromlos

Stromausfall mit Folgen: Am Münchner Hauptbahnhof ging am Samstagmorgen zeitweise gar nichts mehr, weil Stellwerke keinen Strom hatten. Züge fuhren nicht ab oder nur mit Verspätung. Ursache war der Brand einer Trafostation.
| dpa
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Passanten auf dem S-Bahnsteig an der Donnersberger Brücke. Foto: Matthias Balk/dpa
dpa Passanten auf dem S-Bahnsteig an der Donnersberger Brücke. Foto: Matthias Balk/dpa

München (dpa/lby) - Ein Stromausfall hat am Samstagmorgen am Hauptbahnhof München zu Zugausfällen und größeren Verspätungen geführt. Auch mehrere S-Bahn-Haltestellen waren ohne Strom. Rolltreppen und Aufzüge funktionierten nicht. Wie die Bahn mitteilte, hatte der Brand einer Trafostation im Bereich des Regionalbahnhofs Donnersbergerbrücke, der vor dem Münchner Kopfbahnhof liegt, den Stromausfall am frühen Morgen ausgelöst.

Einige Stellwerke am Münchner Hauptbahnhof fielen zeitweise aus. Die Folge war nach Angaben eines Bahnsprechers, dass nur einzelne Züge in den Hauptbahnhof ein- und ausfahren konnten. Züge fuhren dadurch verspätet oder gar nicht. Unter anderem waren die Verbindungen Nürnberg-München, München-Regensburg und München-Kempten betroffen. Weil auch ein ICE-Werk ohne Stromversorgung war, konnten ICE-Züge nicht rechtzeitig bereitgestellt werden, wie der Sprecher erläuterte. Auch das habe zu Verspätungen geführt.

Ohne Strom waren auch sämtliche S-Bahnhöfe vom Hauptbahnhof München bis München-Pasing. Die Feuerwehr leuchtete die betroffenen Haltestellen aus. Weil Rolltreppen und Aufzüge nicht funktionierten, halfen Einsatzkräfte den Menschen, denen das Treppensteigen nicht möglich war. Der Betrieb der S-Bahn selbst sei bis auf die Linie 7 nicht betroffen gewesen, betonte der Sprecher. Auch die Züge auf der Münchner Stammstrecke seien gefahren.

Kurz vor 10.30 Uhr wurde der Zugverkehr am Hauptbahnhof wieder aufgenommen. Es könne aber noch immer zu erheblichen Verzögerungen oder Ausfällen kommen, hieß es in einer Mitteilung der Bahn.

Behinderungen gab es am Samstag auch in Garmisch-Partenkirchen. Nach dem Föhnsturm am Freitag war dort weiterhin kein Zugverkehr von und nach Mittenwald möglich, weil die Oberleitung bei dem Unwetter beschädigt wurde. Züge aus München endeten in Garmisch-Partenkirchen. Die Bahn setzte Busse ein. Am Samstagabend sollte der Zugverkehr auf dieser Strecke wieder aufgenommen werden.

Auch auf der Strecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Reutte in Tirol fuhren am Samstagmorgen noch keine Züge. Stattdessen waren Busse unterwegs. Grund war ein umgestürzter Baum auf dem Gleis. Die Strecke bleibt laut Bahn bis Sonntag gesperrt.

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