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Nach tödlicher Flutwelle in Höllentalklamm: Vermisstensuche wegen Starkregen verschoben

Eine Flutwelle in der Höllentalklamm hat am Montag vergangener Woche eine Brücke und mehrere Menschen mitgerissen. Acht wurden aus dem Wasser gerettet, Helfer konnten eine der Vermissten nur noch tot bergen. Die Suche nach einer noch immer vermissten Person soll im Laufe der Woche weitergehen.
| AZ/dpa
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Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen nach einer Flutwelle in der Höllentalklamm bereit, um im Notfall Opfer aus dem Fluss Hammersbach zu bergen.
Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen nach einer Flutwelle in der Höllentalklamm bereit, um im Notfall Opfer aus dem Fluss Hammersbach zu bergen. © Peter Kneffel/dpa

Grainau -  Auch eine Woche nach der Flutwelle an der Höllentalklamm am Fuß der Zugspitze, bei der eine 33 Jahre alte Frau aus Lichtenfels in Oberfranken ums Leben gekommen ist, wird eine Person weiter vermisst. Es müsse davon ausgegangen werden, dass es sich bei ihr um ihren 34 Jahre alten Lebenspartner aus dem Landkreis Coburg handele, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Donnerstag vergangener Woche mit. 

Suche soll im Laufe der Woche weitergehen

Für Montag dieser Woche war eine erneute Vermisstensuche geplant, doch sie musste nun verschoben werden. "Es hat am Wochenende viel geregnet und die Pegelstände von Flüssen und Bächen sind noch zu hoch, als dass man neu suchen könnte", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd am Montag.

Eine erneute Suche sei nun im Lauf der Woche geplant. Dafür werde ein Team mit im Schluchtenwandern geschulten Fachkräften zusammengestellt.

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Auch vergangenen Mittwoch hatten Helfer viereinhalb Stunden lang erneut das Gebiet abgesucht. "Es gab ein paar Stellen, an denen man gemeint hat, es könnte ein menschlicher Körper im Wasser sein", sagte Sonntag.

150 Retter im Einsatz in der Höllentalklamm

An einer Stelle etwa sei ein Schatten gesichtet worden. Die Suche blieb ohne Erfolg. An den Vortagen waren teils über 150 Retter im Einsatz.

Mindestens zwei Personen werden laut Polizei noch vermisst.
Mindestens zwei Personen werden laut Polizei noch vermisst. © Peter Kneffel/dpa

Am Montagnachmittag war nach schweren Regenfällen eine Flutwelle durch die Höllentalklamm und das darüber liegende Tal gerauscht. Augenzeugen zufolge sollen zwei Personen - wohl eine Frau und ein Mann - auf einer Holzbrücke oberhalb der Klamm gestanden haben, als die Welle kam.

Beide seien in den Fluten verschwunden. Acht Menschen waren nach dem Unglück weitgehend unverletzt gerettet worden.

Ermittler klären Unglücksursache in Höllentalklamm

Die Ermittler sind noch immer dabei, den genauen Unfallhergang in dem Wandergebiet nahe Grainau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen zu rekonstruieren, wie der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Stefan Sonntag,  vergangene Woche sagte. Noch immer sei nicht ganz klar, wie sich das Unglück ereignete.

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