Nach Knochenfund: Kriegsgräberfürsorge sondiert Fundort

Lindau (dpa/lby) - Nach dem Fund von Knochen eines mutmaßlichen Wehrmachtssoldaten in Lindau will der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge am kommenden Donnerstag (6. Februar) mit der Sondierung beginnen.
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Ausrüstungsgegenstände eines Wehrmacht-Soldaten, darunter ein rostiger Stahlhelm. Foto: Rädler/dpa
dpa Ausrüstungsgegenstände eines Wehrmacht-Soldaten, darunter ein rostiger Stahlhelm. Foto: Rädler/dpa

Lindau (dpa/lby) - Nach dem Fund von Knochen eines mutmaßlichen Wehrmachtssoldaten in Lindau will der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge am kommenden Donnerstag (6. Februar) mit der Sondierung beginnen. Am Fundort werde nach weiteren Knochen und Gegenständen des Zweiten Weltkriegs gesucht, sagte eine Sprecherin der Kriegsgräberfürsorge am Donnerstag.

Bisher gebe es kein klares Erkennungsmerkmal, das Aufschluss über die Identität des Verstorbenen liefern könnte. Denkbar sei, dass es sich um einen Funker der Wehrmacht handelte, da neben dem charakteristischen Helm, ein Feldtelefon und ein Soldbuch gefunden wurden. Allerdings sei dies lediglich eine Vermutung, betonte die Sprecherin. An der Aufklärung soll sich auch das Bundesarchiv in Berlin beteiligen, das Informationen zu Truppenstellungen und Einzelpersonen liefern kann.

Die Überreste wurden am Mittwoch während der Bauarbeiten für einen neuen Bahnhof im Lindauer Stadtteil Reutin entdeckt. Die Arbeiten wurden daraufhin vorerst unterbrochen. Die Deutsche Bahn geht davon aus, dass es trotz der Untersuchungen zu keinem verzögerten Abschluss der Bauarbeiten kommen wird. Der Bahnhof soll im Dezember 2020 in Betrieb genommen werden.

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