Nach Kinderporno-Verdacht: Festnahmen in Würzburg

Wegen des Verdachts der Herstellung und der Verbreitung von Kinderpornografie haben Ermittler in Würzburg zwei Tatverdächtige vorläufig festgenommen.
| dpa
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Wegen des Verdachts der Herstellung und der Verbreitung von Kinderpornografie haben Ermittler in Würzburg zwei Tatverdächtige vorläufig festgenommen.

Würzburg - Weil sie Kinderpornos gedreht und im Internet verbreitet haben sollen, hat die Polizei in Würzburg zwei Männer festgenommen. Die Ermittler durchsuchten mehrere Häuser in der unterfränkischen Stadt, darunter eine Kindertagesstätte, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Einer der Festgenommenen habe einen Bezug zu der Einrichtung, hieß es weiter.

Spezialeinsatzkräfte und Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) unterstützten die Würzburger Ermittler bei den Durchsuchungen am Mittwochabend. Ob die beiden Verdächtigen noch am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden sollten, war zunächst unklar, wie die Polizei mitteilte.

Die Evangelisch-Lutherische Kirche will sich am Donnerstagnachmittag als Trägerin der Kindertagesstätte zu dem Verdacht. Ein Sprecher kündigte eine schriftliche Stellungnahme der Würzburger Dekanin Edda Weise an. Am Vormittag hätten Weise und Kollegen Gespräche mit Eltern in der Kita geführt.

Tatverdächtige sollen Material im Darknet verbreitet haben

Die Tatverdächtigen sollen das Material, auf dem kleine Buben zu sehen sind, im sogenannten Darknet verbreitet haben. Dabei handelt es sich um einen abgeschirmten Bereich des Internets, in dem sich viele Kriminelle anonym und sicher vor den Behörden fühlen. Weitere Angaben zu den Tatverdächtigen machten die Ermittler zunächst nicht.

Im Kampf gegen Kinderpornografie ist im Freistaat die Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) zuständig. Nach eigenen Angaben hatte die Behörde, die zur Generalstaatsanwaltschaft Bamberg gehört, im vergangenen Jahr in 705 Verfahren wegen Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ermittelt. Meist ging es um die Verbreitung kinderpornografischer Bilder und Videos sowie den sexuellen Missbrauch von Kindern.

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