Nach Großbrand im Allgäu: Hüttenwirtin der Alpe Mohr findet rührende Worte für Helfer
Die Gaststätte der traditionellen Alpe Mohr im Oberallgäu ist am Abend des 2. August nahezu vollständig zerstört worden. Ursache der Flammen soll ein technischer Defekt an einem Ladegerät für Elektrowerkzeuge gewesen sein. Johannes Stoll, Sprecher vom Polizeipräsidium Schwaben Süd/West, bestätigt das der AZ am Donnerstag. Nach dem Großbrand gehe die Polizei inzwischen von einem Schaden von rund 500.000 Euro aus, sagt er.
Damit sei der Schaden an der mehr als 110 Jahre alten Berghütte bei Oberstaufen zwar nicht so hoch wie zunächst befürchtet. Dennoch: "Was den Sachschaden betrifft, hätte es kaum schlimmer kommen können", so Polizeisprecher Stoll zur AZ. "Gott sei Dank" sei bei dem Brand niemand verletzt worden, blickt der Polizeisprecher auf den verheerenden Brand vom 2. August und dessen Folgen zurück. Die polizeilichen Ermittlungen sind seinen Angaben zufolge mittlerweile abgeschlossen.
Traditionelle Berghütte im Allgäu durch Großbrand größtenteils zerstört
Doch wie geht es für die Besitzer der Alpe Mohr, die durch den Großbrand bis auf die Grundmauern zerstört wurde, jetzt weiter? Nach zahlreichen schlaflosen Nächten infolge dieses Schocks und dem bewegenden Spendenaufruf über die Plattform Gofundme für den Wiederaufbau der Traditions-Berghütte mit dem Aufruf "Brand der Alpe Mohr – Anne braucht uns!" (AZ berichtete) hat sich jetzt erstmals die Hütten-Wirtin Anne Mohr selbst zu Wort gemeldet.
Die Video-Botschaft, mit der sie sich – im Beisein einer ihrer Söhne – mit sehr persönlichen Worten via Facebook an die Unterstützer und Helfer des Einsatzes richtet, ist anrührend und zeugt von viel Mut: Die Familie richtet – trotz alledem – den Blick wieder nach vorn. "Wir sind wieder da, nach einem Schockzustand, Schockstarre, tagelang schlaflosen Nächten (...)", so die Hütten-Wirtin. Und: "Wir müssen nach vorne schauen."
Hüttenwirtin der Alpe Mohr findet rührende Dankesworte für Helfer des Einsatzes
In erster Linie wolle sie sich bei allen Helfern des Einsatzes bedanken, sagt sie: "Die ganzen Feuerwehrleute, die ganzen Bauern, die Nachbarn mit Schüttfässern, Brotzeit, Getränke, alles." Ihr Dank gelte außerdem den "vielen Menschen, die zu uns und hinter uns stehen", wie die Hüttenwirtin weiter ausführt.

Sie berichtet zudem von "so vielen" WhatsApp-Nachrichten, E-Mails, Briefen und "Kleinigkeiten vor der Haustür" – allesamt ein Zeichen der Anteilnahme. "Also es war überwältigend", sagt sie in dem Video sichtlich gerührt. "Das baut uns alle wieder auf."
Abgebrannte Berghütte im Oberallgäu: Wie soll es jetzt weitergehen?
Kann die Alpe Mohr wieder neu errichtet werden? Sohn Marco erklärt in der von vielen Nutzern geteilten Videobotschaft folgende nächste Schritte: In nächster Zeit könne ein Entsorgungsunternehmen kommen und mit den Aufräumarbeiten beginnen. "Und dann hoffen wir, dass wir hier wieder eine ebene Fläche haben, wo wieder was Neues entstehen und wachsen kann." Eine Aussage durchaus voller Zuversicht.

