Nach Doppelmord in Königsdorf: Neue erschreckende Details

Am Samstagabend wurden in einem Einfamilienhaus in Königsdorf die Leichen einer Frau und eines Mannes gefunden worden. Wie ein Ermittler berichtet, handelt es sich um ein grausames Gewaltverbrechen.
| dpa, az
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Ein Polizist betritt das Grundstück eines Hauses in Höfen bei Königsdorf, in dem zwei Menschen getötet und eine weitere Person schwer verletzt wurden.
Andreas Gebert/dpa Ein Polizist betritt das Grundstück eines Hauses in Höfen bei Königsdorf, in dem zwei Menschen getötet und eine weitere Person schwer verletzt wurden.

Am Samstagabend wurden in einem Einfamilienhaus in Königsdorf die Leichen einer Frau und eines Mannes gefunden worden. Wie ein Ermittler berichtet, handelt es sich um ein grausames Gewaltverbrechen.

Königsdorf - Im Fall des Doppelmordes von Höfen bei Bad Tölz gibt es neue Hinweise, die auf ein grausames Gewaltverbrechen schließen lassen. Der "Merkur" zitiert einen Ermittler in diesem Fall. "In dem Haus gab es einen regelrechten Gewaltexzess", berichtete dieser. Demnach lag eines der Opfer gefesselt auf dem Boden im Keller des Hauses.

Eine heiße Spur hat die Kripo aber offensichtlich noch nicht. "Es gibt keine konkreten Hinweise auf flüchtige Täter", sagte Polizeisprecher Jürgen Thalmeier am Dienstag. "Wir ermitteln weiterhin in alle Richtungen." Am Mittwochabend befasst sich die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" nach seinen Angaben mit dem Raubmord.

Hausbesitzerin schwer verletzt

In Höfen, einem Ortsteil von Königsdorf, waren am Samstagabend die Leichen einer Frau (76) und eines Mannes (81) entdeckt worden. Die ebenfalls 76-jährige Hauseigentümerin liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft geht von zweifachem Mord und Mordversuch aus.

Für die über 50-köpfige Sonderkommission "Höfen" ist die Vernehmung der Überlebenden "Dreh- und Angelpunkt", wie Thalmeier erläuterte. Allerdings kann es noch Tage dauern, bis die Befragung der Frau möglich ist. Neben schweren körperlichen Verletzungen dürfte die 76-Jährige auch psychisch schwer angeschlagen sein. Sie lag möglicherweise bis zu drei Tage gefesselt in ihrem Haus.

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Die Ermittler haben die Tatzeit zwischen vergangenen Mittwochabend und der Nacht zum Samstag eingegrenzt. Die Polizei wollte sich nicht dazu äußern, ob die beiden ermordeten Bekannten der Bewohnerin einen längeren Todeskampf ausstehen mussten. Bei der Obduktion wurden Schläge gegen ihre Körper mit einem stumpfen Gegenstand festgestellt. Offen ist nach wie vor, ob die Einbrecher Wertgegenstände raubten. "Es ist zu sehen, dass etwas gesucht wurde", so Thalmeier.

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