Nach Bruno: Ist in Bayern wieder ein Bär unterwegs?

Behörden gehen davon aus, dass in den bayerischen Alpen mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder ein Bär unterwegs ist. 
| AZ/dpa
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Am 9. Oktober 2019 tappte dieser junge Braunbär in Tirol in eine Fotofalle nahe der bayerischen Grenze.
Am 9. Oktober 2019 tappte dieser junge Braunbär in Tirol in eine Fotofalle nahe der bayerischen Grenze. © Bezirksjägermeister Anton Klotz/APA/dpa

Behörden gehen davon aus, dass in den bayerischen Alpen mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder ein Bär unterwegs ist. Anfang Oktober nimmt eine Touristin ein Foto von Kotspuren auf. Wenige Tage später tappt ein Bär in Tirol nahe der bayerischen Grenze in eine Fotofalle.

Balderschwang - In den bayerischen Alpen ist mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder ein Bär unterwegs gewesen.

Eine Touristin habe am 1. Oktober ein Foto aufgenommen, auf dem Kotspuren eines Bären zu sehen sein, teilte das bayerische Umweltministerium in München am Freitag mit. Das Foto sei den Behörden am 16. Oktober zur Verfügung gestellt worden.

Touristin macht Foto von Bärenkot

"Möglicherweise handelt es sich um das Tier, das bereits am 9. Oktober in Tirol nachgewiesen wurde", heißt es in der Mitteilung des Ministeriums weiter. In Tirol streifte ein junger Braunbär durch die Wälder um Reutte und tappte dabei in eine Fotofalle.

Am 9. Oktober 2019 tappte dieser junge Braunbär in Tirol in eine Fotofalle nahe der bayerischen Grenze.
Am 9. Oktober 2019 tappte dieser junge Braunbär in Tirol in eine Fotofalle nahe der bayerischen Grenze. © Bezirksjägermeister Anton Klotz/APA/dpa

Es gebe derzeit trotz der einwandfreien Zuordnung der Losung des Tieres keine Anhaltspunkt dafür, dass sich der Bär weiterhin in Bayern aufhalte. Dennoch hätten die zuständigen Behörden im Freistaat Vorbereitungen getroffen.

Experten nehmen vor Ort die Arbeit auf

Vor Ort haben Experten mit der Arbeit begonnen. Hierzu zählt insbesondere die direkte Kontaktaufnahme mit den Verantwortlichen vor Ort, den Sicherheitsbehörden und Tierhaltern in der Region sowie die Sicherung von Spuren.

Wanderer und Bevölkerung seien aufgerufen, keine Essensreste in freier Wildbahn zu hinterlassen. Im Falle einer direkten Begegnung sei Abstand zu halten. "Unser Netzwerk Große Beutegreifer ist informiert und sammelt alle Erkenntnisse vor Ort", sagte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler).

Erinnerungen an "Problembär" Bruno werden wach

Die Diskussion um den Umgang mit wilden Bären war insbesondere entfacht worden, nachdem im Jahr 2006 der als Bruno bekannte Braunbär in Bayern umherstreifte und mehrere Nutztiere riss.

Der Bär, vom damaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) als "Problembär" bezeichnet, wurde letztlich erschossen.

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