Nach Angriff in Kita – Vater muss in Therapie
Das Landgericht Ingolstadt hat einen Mann nach schweren Angriffen auf Personal in der Kita seines Sohnes auf Bewährung unter Auflagen auf freiem Fuß gesetzt. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass der heute 31-Jährige aufgrund einer psychischen Erkrankung schuldunfähig ist. Es ordnete eine Unterbringung in einer geschlossenen Abteilung eines psychiatrischen Krankenhauses an, setzte die Vollstreckung dieser Anordnung aber zur Bewährung aus, wie ein Gerichtssprecher erläuterte.
Ambulante Therapie und Medikamente
In der Bewährungszeit von vier Jahren muss der Mann demnach eine ambulante Therapie absolvieren und sich mit geeigneten Medikamenten versorgen lassen. Mehrere Medien hatten über das Urteil vom Montag berichtet.
Dem Mann wurde gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt. Nach Einschätzung eines Sachverständigen geht bei korrekter Medikation aber keine Gefahr von dem Mann aus.
Kita-Mitarbeitende geschlagen und getreten
Der Mann soll im vergangenen Sommer mehrere Beschäftigte im Kindergarten seines Sohnes in Neuburg an der Donau brutal angegriffen und verletzt haben. Er soll die Opfer brutal geschlagen und teils auch getreten haben. Teils sollen sie Faustschläge ins Gesicht erhalten haben. Zudem soll der Mann nach den am Boden liegenden Pädagogen getreten haben. Sie mussten ärztlich behandelt werden.
Anlass der Gewalttat soll gewesen sein, dass der Vater nicht einverstanden war, wie die Erzieher nach einer Auseinandersetzung seines Sohnes mit einem anderen Kind reagiert hatten.
Der Mann wurde festgenommen und in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Die Tat löste eine Debatte über Konflikte zwischen Kita-Personal und Eltern aus. Diese gebe es immer wieder, wenn es um den Umgang zwischen oder mit den Kindern gehe, erläuterte damals die Gewerkschaft Verdi. Es sei jedoch entscheidend, wie diese Fälle gelöst würden.
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