Nach Ärger um Oster-Party am Tegernsee: So reagieren die Veranstalter
Das Fischerei-Bistro Mai Liabba in Bad Wiessee ist über die Gemeinde hinaus für seine Partys bekannt. Auch der ein oder andere Schampus wird bei den legendären Feiern gerne geschlürft. Am Ostersonntag sorgte das Mai Liabba in Bad Wiessee mit seiner Osterparty nicht nur für fröhliche Momente.
Trotz eines umfangreichen Sicherheitskonzepts registrierte die Polizei bei der besagten Veranstaltung am Ostersonntag Beleidigungen, Hausfriedensbrüche und Körperverletzungen sowie zwei Widerstandshandlungen und einen tätlichen Angriff auf Beamte. Es seien vier Personen festgenommen und drei weitere in Gewahrsam genommen worden, heißt es weiter im Bericht der Polizeiinspektion Bad Wiessee.
Das Sicherheitskonzept selbst habe funktioniert
Die Osterparty in Bad Wiessee habe "die Polizei auf Trab gehalten", ist darin zu lesen. Das Sicherheitskonzept selbst habe jedoch gut funktioniert, so Bad Wiessees Inspektions-Chef Thomas Heinrich zur AZ.
Im Polizeibericht heißt es entsprechend: "Das im Vorfeld der Veranstaltung von der genehmigenden Behörde, Gemeinde Bad Wiessee, in Absprache mit der Polizei geforderte Sicherheitskonzept und das dazugehörende Verkehrskonzept erwies sich als zielführend und erforderlich." Und weiter: "Festgestellte Defizite werden angesprochen und entsprechend angepasst."

Was sagen die Veranstalter? Die AZ hat beim Mai Liabba nachgefragt. Die Security-Leute hätten die Anweisung gehabt, dass Störenfriede und alle, die sich daneben benehmen, des Platzes verwiesen werden, so Thomas Bayer (neben Christoph von Preysing und Simpert Ernst einer der Geschäftsführer der Fischerei Tegernsee OHG) – "und das war auch der Fall", sagt er. "Wir waren mit dem Konzept sehr zufrieden." Die Security-Leute und die Polizeibeamten hätten "alles richtig gemacht".
Dennoch kommt man vonseiten der Veranstalter zu dem Schluss: "An Ostern wollen wir keine solche Party mehr machen", so Thomas Bayer vom Mai Liabba zur AZ. Allein wegen des Wetters, aber auch wegen der "immensen Kosten, die wetterbedingt entstehen können", sagt er.
"Wollen künftig für Ruhe sorgen"
"Und wir wollen an so einem heiligen Tag wie Ostern künftig für Ruhe sorgen", führt Gastronom Bayer auf Nachfrage der AZ weiter aus. Auch den Anwohnern zuliebe wolle man in Zukunft auf die alljährige Osterparty verzichten. "Sprich, wenn Partys steigen, dann zu anderen Zeitpunkten."
Auch Christoph von Preysing, der als "Promi-Fischer" vom Tegernsee gilt und unter anderem auch auf der Wiesn in Kufflers Weinzelt mitmischte, bedankte sich in einem Instagram-Post nach der Veranstaltung: "Vielen vielen Dank an unser gesamtes Team, Sanitär, Polizei, Security und natürlich an alle Gäste!", schrieb er in einem Beitrag.

Und wie soll es weitergehen? "Wir wollen immer noch gerne Partys machen", sagt Bayer zwar, aber hierzu wolle man sich zunächst mit der Gemeinde und allen zuständigen Behörden abstimmen. Nachbarn hätten sich diesmal nicht beschwert, sagt er ebenfalls rückblickend auf die Osterparty – "sie waren auf der Party mit eingeladen".
Osterparty war pünktlich um 21 Uhr zu Ende
Pünktlich um 21 Uhr war die besagte Osterparty am Ostersonntag zu Ende. "Die am späteren Abend durchziehende Gewitterfront hat sicherlich auch in die Karten der Einsatzkräfte gespielt, den Abmarsch der Feiernden beschleunigt und sicherlich das eine oder andere Mütchen gekühlt", heißt es im Bericht der Polizeiinspektion Bad Wiessee.
- Themen:
- Polizei
