Mutter-Tochter-Konflikt in ARD-Film mit Thekla Carola Wied

Mit leichter Hand und einem Augenzwinkern erzählt der Film «Zum Glück gibt's Schreiner» einen lange festgefahrenen Mutter-Tochter-Konflikt. Ein wenig klischeehaft, aber familientauglich und unterhaltsam.
| dpa
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Die Schauspielerin Thekla Carola Wied lächelt in die Kamera. Foto: Alexander Heinl/dpa
dpa Die Schauspielerin Thekla Carola Wied lächelt in die Kamera. Foto: Alexander Heinl/dpa

München - Für ihren neuen Film hat Schauspielerin Thekla Carola Wied (75) nicht weit reisen müssen - die Dreharbeiten zu "Zum Glück gibt's Schreiner" fanden in und um München statt. Das habe sie auch genossen, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. "Nicht weit fahren müssen und abends wieder im eigenen Bett schlafen." Seit 1980 lebt Wied in der bayerischen Landeshauptstadt, beruflich zieht es sie aber zumeist nach Berlin.

Dort ist sie aufgewachsen und dorthin kehrt immer wieder gerne zurück - auch wenn ihr die Stadt ein wenig fremder geworden sei. "Es geht etwas chaotischer zu." Früher seien die Menschen in Berlin humorvoll-ruppig gewesen, heute seien sie einfach ruppig, sagte sie. Erst vor Weihnachten war sie zu Dreharbeiten in der Hauptstadt. "Ich habe Familie und Freunde hier und fast alles hier gedreht." Im Herzen bleibe sie Berlinerin - auch das Berlinern habe sie nicht verlernt.

Im ARD-Film "Zum Glück gibt's Schreiner" (1. Februar, 20.15 Uhr) spielt Wied eine mürrische Mutter, die die angeknackste Beziehung zu ihrer Tochter kitten will. Die beiden zicken sich an, ohne wirklich zu wissen, warum. Katharina (Henriette Richter-Röhl) ist erfolgreiche Anwältin in der Stadt und kommt nur ungern zu ihrer Mutter aufs Land. Zu spießig geht es ihr dort zu. Entsprechend herablassend behandelt sie auch den Schreiner Mike, der das Haus der Mutter seniorengerecht umbauen soll.

Der Film ist ein Beispiel dafür, dass es auch für ältere Schauspieler Rollen gibt, mit Themen, die genau das ältere Fernsehpublikum ansprechen. Deswegen findet es Wied erstaunlich, dass die guten Rollenangebote mit dem Alter doch weniger würden.

"Es gibt ja Themen: das Älterwerden, Schwierigkeiten mit Kindern und Enkelkindern, mit dem Testament, Krankheit und Pflege oder auch mit einer neuen Liebe oder man trennt sich nochmal" hatte sie der dpa vor einem Jahr kurz vor ihrem 75. Geburtstag gesagt. Sie spiele nun eben häufiger Nebenrollen, wie auch in der ZDF-Reihe "Familie Bundschuh".

Bekannt wurde Thekla Carola Wied an der Seite von Peter Weck durch die ZDF-Erfolgsserie "Ich heirate eine Familie", die in den 80er Jahren in Berlin gedreht wurde. Die "Angi Schumann" sei die Rolle ihres Lebens gewesen, sagte sie.

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