Mutmaßliche Vergewaltigung: Erzieherin freigesprochen

Landshut (dpa/lby) - Der Prozess um die mutmaßliche Vergewaltigung eines Flüchtlings ist am Donnerstag vor dem Landgericht Landshut mit einem Freispruch zu Ende gegangen. Das Gericht sei zwar überzeugt, dass die 45-jährige angeklagte Erzieherin und der Flüchtling Geschlechtsverkehr hatten, jedoch habe sich nicht nachweisen lassen, dass Gewalt angewendet worden sei, sagte ein Gerichtssprecher am Abend.
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Das Land- und Amtsgericht in Landshut. Foto: Armin Weigel/Archiv
dpa Das Land- und Amtsgericht in Landshut. Foto: Armin Weigel/Archiv

Landshut (dpa/lby) - Der Prozess um die mutmaßliche Vergewaltigung eines Flüchtlings ist am Donnerstag vor dem Landgericht Landshut mit einem Freispruch zu Ende gegangen. Das Gericht sei zwar überzeugt, dass die 45-jährige angeklagte Erzieherin und der Flüchtling Geschlechtsverkehr hatten, jedoch habe sich nicht nachweisen lassen, dass Gewalt angewendet worden sei, sagte ein Gerichtssprecher am Abend. Die Erzieherin musste sich wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen und wegen Vergewaltigung verantworten. Der Verteidiger plädierte am Donnerstag auf Freispruch, der Staatsanwalt forderte ein Jahr Haft auf Bewährung.

Die Staatsanwaltschaft hatte der Frau vorgeworfen, sich Ende 2015 in einer Unterkunft in Kumhausen (Landkreis Landshut) an dem damals 15-jährigen Afghanen vergangen haben. Die 45-Jährige wies die Vorwürfe zurück. Vielmehr sei ihr der Flüchtling nahegekommen, als sie auf dem Sofa beim Fernsehen eingeschlafen war. Was genau geschehen sei, daran könne sie sich nicht erinnern, sagte sie. Der junge Mann, der sich ihr gegenüber als 22-Jähriger ausgegeben habe, sei jedenfalls nicht gewalttätig geworden.

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