Münchner wird es freuen: Dieses asiatische Restaurant gibt es jetzt auch am Tegernsee
Der Tegernsee hat für jeden Geschmack etwas zu bieten: von Sterne-Lokalen in Rottach-Egern (Dichter, Überfahrt und aktuell noch Haubentaucher) bis zum zünftig-bayerischen Bräustüberl in Tegernsee. Nun wächst die Gastro-Landschaft weiter. Gleich zwei neue Restaurants haben mitten in Bad Wiessee, unweit der Seepromenade, aufgesperrt.
Noch nennt der Betriebsleiter des italienischen Lokals, Tobias Beyer, sein Cin Cin (Münchner Straße 11a) einen Geheimtipp. Aber nach der offiziellen Eröffnung Mitte September darf sich die neue Gastro-Adresse gern noch mehr herumsprechen. Unter Urlaubern, Ausflüglern und natürlich Einheimischen.
Daneben mit der Adresse Münchner Straße 11b gibt es ein neues chinesisches Restaurant und das kennen Münchner bereits von der Leopoldstraße: Das Ya The Mandarin Room hat seit August einen Ableger am Tegernsee.

Beide Lokale sind in der neu entstandenen Ortsmitte angesiedelt, umgeben von Supermärkten, einer Drogerie sowie Miet- und Ferienwohnungen. Das Projekt wurde 2026 fertiggestellt (Investor Marcel Dittrich; Investitionssumme: 80 Millionen Euro). Zum See ist es von dort ein Katzensprung.
Cin Cin: Italienisches Flair am Tegernsee
Das Soft-Opening des Cin Cin war bereits Ende Juni, an der einen oder anderen Stelle arbeitet man seither noch am Feinschliff. Der Betriebsleiter bringt langjährige Hotellerie- und Gastro-Erfahrung mit.
Für das neue Restaurant hat er extra an den Tegernsee gewechselt. "Ich finde Bad Wiessee sehr schön."
Nicht nur die Pasta wird hier selbst gemacht
Was erwartet Gäste? "Selbstgemachtes, gutes Essen", sagt er der AZ. Von der Pasta über die Tomatensoße, den Pizzateig bis hin zur Focaccia, zählt er auf. "Wir kaufen die Grundprodukte und produzieren alles selbst." Das sei zwar aufwendiger, aber das schmecke der Gast am Ende.

Beim Service setzen sie auf herzlich-warm. Italien am Tegernsee, "das ist unser Ziel". Der Küchenchef sei früher beim Hotel Überfahrt im dortigen italienischen Restaurant Il Barcaiolo gewesen, erzählt der Betriebsleiter weiter.
Die persönliche Empfehlung: "Mein Favorit sind die selbst gemachten Kartoffel-Gnocchi", sagt Beyer. Diese seien größer als gewöhnlich, etwa 1,5 bis zwei Zentimeter groß, und man schmecke die Frische heraus. Bis November stehen sie auf der Karte mit Waldpilzen.
Die Speisekarte wurde angepasst
Das Team hat die Karte seit der Eröffnung etwas angepasst. Warum? "Die erste Karte hatten wir ziemlich fancy aufgestellt", sagt Beyer. Also zu ausgefallen. "Ich fand es richtig gut, aber man muss schauen: Was möchte die Umgebung?"

Beyer freut sich grundsätzlich über Gäste-Rückmeldungen. "Ich bin jeden Abend an jedem Tisch und versuche, Feedback zu erhaschen." Zudem werden Mittagsangebote für 13,90 Euro serviert. Damit will man auch Einheimische anlocken. Denn die sind schließlich auch über die Wintermonate da, wenn die Urlauber weniger werden.
Was Pizza, Pasta und Aperol Spritz kosten
Ein kleiner Blick ins Menü: Die Pizza Salame Milano kostet 14,90 Euro, die gepriesenen Kartoffelgnocchi 22,50 Euro. Ganz wichtig fürs süße Leben wie in Italien: Aperol Spritz (7,50 Euro; hier hat er den Preis gesenkt) und Cin-Cin-Spritz (8,50 Euro). Mit Limoncello, "den ich selbst mache", sagt Beyer. Auch Limonade stellt er höchstpersönlich her.
Die ersten Monate seien gut gelaufen. Obwohl sie bisher keine aktive Werbung gemacht haben. Deswegen sagt er: "Wir sind immer noch der kleine Underground-Geheimtipp."
Ya-Ableger am Tegernsee mit Top-Bewertungen
Von Dolce Vita ins Reich der Mitte: Das chinesische Restaurant Ya besticht bei einem Besuch der AZ mit sehr aufmerksamem Service – es wird draußen auf der Terrasse bereits eine Decke angeboten, bevor man selbst überhaupt daran gedacht hat, dass man bald frieren könnte.

Eines der Eröffnungsangebote: als Vorspeise Aubergine kalt serviert in einer pikanten Chili-Koriander-Sesamöl-Vinaigrette, dazu Japan-Mayo. Als Hauptgang: Hühnerfilet gebraten mit Erdnüssen, Frühlingszwiebeln, Sichuan-Pfeffer und Chili in süß-saurer Soße für zusammen 24 Euro. Die AZ hat es probiert und findet: beides ausgesprochen schmackhaft und absolut empfehlenswert.

Rongan Liu ist dort Geschäftsführer. Er ist aktuell jeden Tag vor Ort. Er kümmert sich unter anderem um den Service, den Einkauf, Bestellungen und die Qualität der Speisen. Ruhetag ist am Dienstag.
Die gute Nachricht für alle Münchner Ya-Fans und Stammgäste: Am Tegernsee erwarten sie die gleiche Qualität und die gleichen Speisen, sagt der Chef. Das neue Lokal hat ihm zufolge 100 Plätze, außerdem lässt sich die Terrasse bestuhlen. So kann man sich als Gast auch in Ruhe die neue Ortsmitte anschauen.
Die Empfehlung des Geschäftsführers
Rongan Lius Empfehlung: "Natürlich Ente!" Dafür steht das Wort Ya in der Sprache Mandarin, auch im Logo ist sie abgebildet.

Ein paar ausgewählte Gerichte auf der Karte: gegrillte Ente nach traditionellem Rezept. Dazu Gurken, Lauch und Pfannkuchen zum Selbsteinrollen, verfeinert mit der hausgemachten Hoisinsoße zum Dippen. Zusammen mit der Vorspeise (Wan-Tan gefüllt mit Rinderhack und Lotuswurzeln sowie Preiselbeer-Chili-Dip) kostet das 30 Euro.
Auch vegetarische Gerichte
Für 26 Euro bekommt man als Eröffnungsangebot gebratenen Reis mit Entenkeulenfleisch und Trüffelpaste (ebenfalls mit Wan-Tan-Vorspeise). Wer kein Fleisch mag: "Vegetarisch haben wir auch", sagt Liu. Zum Beispiel steht auf der Eröffnungskarte veganes Hack mit knuspriger Aubergine in pikanter Yuxiang-Soße.
Eine Webseite hat das Ya noch nicht. Aber daran wird schon gearbeitet, so Liu. Die bisherigen Google-Bewertungen fallen jedenfalls bestens aus. Ein Gast schreibt: "Das hat uns in Bad Wiessee gefehlt."
Ähnlich positive Rezensionen gibt es fürs Cin Cin, ein Besucher schreibt zum Beispiel: "Für mich persönlich das beste italienische Restaurant in der Gegend."
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