Münchener "Löwen" mit "Jetzt-erst-recht-Mentalität"

Los geht's! Der TSV 1860 München bestreitet vor heimischem Publikum das Eröffnungsspiel der neuen Drittligasaison. Die Fans wollen ihre «Löwen» siegen sehen. Einen prominenten Rückkehrer dürften sie zu Gesicht bekommen.
| dpa
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München (dpa/lby) - Vor dem Auftakt in die neue Drittligasaison blickte Daniel Bierofka nochmal auf die vergangenen Monate zurück. "Letztes Jahr war schon extrem. Ich bin auch froh, dass die Zeit vorbei ist", sagte der ehemalige Nationalspieler vor dem Eröffnungsspiel des TSV 1860 München gegen Preußen Münster am Freitag (19.00 Uhr) im heimischen Grünwalder Stadion. Bierofka musste in der vergangenen Saison nicht nur seine Mannschaft auf Kurs halten, sondern vor allem noch nebenher seine Ausbildung zum Fußballlehrer absolvieren.

"Meine größte Lebensleistung war es bis jetzt, dass ich das Jahr überstanden habe", meinte der 40-Jährige am Donnerstag. Alleine die Fahrerei von München in die Sportschule Hennef in Nordrhein-Westfalen sei eine Belastung gewesen. Nun sei seine Situation angenehm.

Geld haben die "Löwen" zwar nicht, und außerdem muss Bierofka auch einige verletzte Spieler beklagen. Mit ihrem Kader wollen die Münchner aber erneut mindestens den Klassenerhalt schaffen. "Wir wollen möglichst schnell die Punkte sammeln", sagte Bierofka vor der ersten Standortbestimmung. "Die Mannschaft hat eine Jetzt-erst-recht-Mentalität entwickelt."

Zu dieser Mannschaft gehört seit Montag offiziell auch wieder Timo Gebhart. Der Mittelfeldspieler war bereits zweimal bei den Münchnern angestellt und kehrte vom Regionalligisten Viktoria Berlin zurück. "Timo wird im Kader sein, weil er einfach wichtig ist", versicherte Bierofka. Ein Einsatz in der Startelf komme jedoch vermutlich zu früh. "Eine halbe Stunde traue ich ihm mindestens zu, wenn nicht eine Halbzeit." Im Tor hat sich Bierofka auf Hendrik Bonmann festgelegt, Marco Hiller muss erstmal auf die Ersatzbank.

Seine Mannschaft schätzt Bierofka als nicht mehr so zurückhaltend wie noch in der vergangenen Saison ein. "Vor allem im letzten Jahr waren wir eine sehr brave Mannschaft, eine sehr introvertierte Mannschaft. Wenn ich im Training mal ruhiger war, dann hast du draußen die Grillen zirpen hören", meinte der ehemalige 1860-Profi. "Ich wollte ein paar Spieler, die extrovertierter sind." Spieler wie zum Beispiel Gebhart.

Auftaktrivale Münster bewertet Bierofka "ein bisschen" wie "eine Wundertüte". Viele hochkarätige Spieler hätten den Verein verlassen, erzählte der "Löwen"-Coach. Natürlich hofft Bierofka auf einen Topstart, überbewerten will er das Ergebnis aber nicht. "Egal ob wir gewinnen oder verlieren, das hat für mich noch überhaupt keine Aussagekraft", sagte Bierofka. "Für mich wird es erst interessant nach zehn Spieltagen."

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