Mückenplage in den Flutgebieten

Nach dem katastrophalen Hochwasser schlüpfen jetzt Milliarden Insekten aus Tümpeln – auch der Münchner Raum ist betroffen. Ein Experte sagt, was gegen die Viecher am besten hilft.
| Thomas Gautier
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Nach dem katastrophalen Hochwasser schlüpfen jetzt Milliarden Insekten aus Tümpeln – auch der Münchner Raum ist betroffen. Ein Experte sagt, was gegen die Viecher am besten hilft

 

Regensburg - Erst nahm ihnen das Wasser ihr Hab und Gut – jetzt bricht wieder eine Katastrophe über die Flutopfer herein: In den betroffenen Gebieten schwirren jetzt Unmengen an Mücken herum. Die zweite Plage bricht über die Hochwasser-Gebiete herein!

„In Wäldern und Feuchtgebieten bilden sich Tümpel, die die idealen Brutstätten für Stechmücken sind“, sagt Mückenforscher Martin Geier. „Die Stechmücken, die jetzt so stark auftreten, sind so genannte Überschwemmungsmücken.“

Die Mücken, die bereits geschlüpft sind, können laut Geier einige Wochen oder auch Monate alt werden. Das Problem ist, dass die zweite Generation bereits in den Startlöchern stehe. „Wenn die Eier abgelegt werden, kann im Idealfall 10 bis 12 Tage später die nächste Generation ausschlüpfen.“

Die Plage betreffe nicht nur die Hochwassergebiete massiv – auch rund um München stechen sie zu, etwa an den Seen im Süden.

Um sich zu schützen, helfen laut Geier vor allem Mittel, die auf die Haut aufgetragen werden – am besten welche, die die Stiftung Warentest empfiehlt. Geräte, die durch Ultraschall Mücken vertreiben sollen, hätten sich dagegen in allen wissenschaftlichen Untersuchungen als unwirksam erwiesen.

Auch Zitronella-Kerzen wirkten kaum. Lichtfallen seien ebenfalls nicht sinnvoll, da Mücken gar nicht sonderlich auf Licht reagierten. „Mit diesen Lichtfallen fangen sie in erster Linie Falter, nützliche Insekten und nicht die Stechmücken“, sagt Martin Geier. In Räumen können hingegen laut Geier Insektizid-Verdampfungsgeräte eine gute Wirkung haben.

 

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