Mordprozess Memmingen: Staatsanwaltschaft fordert lebenslang

Memmingen (dpa/lby) - Nach der Tötung einer 35-jährigen Frau in Memmingen hat die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft für den Ehemann und dessen Bruder gefordert. Das Landgericht Memmingen solle zudem die besondere Schwere der Schuld feststellen, forderten die Ankläger am Montag.
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Die Statue Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: Peter Steffen/Archiv
dpa Die Statue Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: Peter Steffen/Archiv

Memmingen (dpa/lby) - Nach der Tötung einer 35-jährigen Frau in Memmingen hat die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft für den Ehemann und dessen Bruder gefordert. Das Landgericht Memmingen solle zudem die besondere Schwere der Schuld feststellen, forderten die Ankläger am Montag. Damit wäre eine Freilassung nach 15 Jahren Haft praktisch ausgeschlossen.

Der 51-jährige Ehemann hatte zugegeben, seine Frau im August 2017 mit einem Kabelbinder erdrosselt und vergraben zu haben. Die dreifache Mutter hatte den Ermittlungen zufolge einen anderen Mann kennengelernt und wollte sich scheiden lassen. Der aus Syrien stammende deutsche Staatsbürger sagte, sein Bruder habe nur geholfen, die Leiche verschwinden zu lassen. Die Staatsanwaltschaft hat beide wegen gemeinschaftlichen Mordes angeklagt.

Der Anwalt des Ehemanns fordert eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren und drei Monaten. Das Plädoyer des Anwalts des Bruders stand am Montagnachmittag noch aus. Das Urteil ist für den 24. Januar geplant.

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