Mondfinsternis in Bayern - Wolken vermiesen es mancherorts

Wer früh aus dem Bett kam und Glück mit dem Wetter hatte, konnte in Bayern einen riesigen verfinsterten Mond bewundern. Was den Blick auf das seltene Spektakel andernorts trübte.
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Auch in Bayern war die partielle Mondfinsternis zu sehen.
Auch in Bayern war die partielle Mondfinsternis zu sehen. © Peter Kneffel/dpa
München

Mit viel Glück haben die Menschen in Bayern am Morgen eine partielle Mondfinsternis gesehen. Für das Schauspiel mussten Interessierte früh aufstehen: Der Erdtrabant trat um 4.34 Uhr in den Kernschatten der Erde ein. Die Wetterverhältnisse waren nicht überall günstig - in Franken etwa versperrten Wolken die Sicht, im Süden vermieste der morgendliche Dunst so manchem das Vergnügen.

Bei einer Wolkenlücke war die partielle Finsternis schließlich beispielsweise in der Landeshauptstadt München gut zu sehen. Mit zunehmender Verfinsterung des Mondes setzte die Morgendämmerung ein. 

Erst vor zwei Wochen, am 12. August, war in weiten Teilen Europas eine Sonnenfinsternis zu beobachten.

Weitere Mond-Spektakel in kommenden Jahren

Chancen auf ein solches Schauspiel gibt es auch in den kommenden Jahren. Eine sogenannte Halbschattenfinsternis wird es in der Nacht zum 21. Februar kommenden Jahres geben: Dabei taucht der Mond nicht in den Kernschatten der Erde ein. Die Verdunkelung ist bei einer solchen Finsternis oft nur sehr schwach. Eine totale Mondfinsternis gibt es erst am 31. Dezember 2028 wieder.

Bei einer Mondfinsternis schiebt sich die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne zwischen Mond und Sonne. So wandert die Mondkugel durch den Schatten der Erde und wird verfinstert. Eine zurückliegende totale Mondfinsternis ereignete sich Anfang September des vergangenen Jahres. Damals war es Abend. 

Keine Verdunkelungsbrille nötig

Eine Verdunkelungsbrille wie bei der Sonnenfinsternis brauchte es am Freitagmorgen nicht, dafür war das vom Mond reflektierte Sonnenlicht zu schwach. Die Finsternis war bei freier Sicht gut mit bloßem Auge zu sehen. Durch die sogenannte Mondtäuschung sah der tiefstehende Mond dabei außerdem besonders groß aus. Diese "Mondillusion" oder "Mondtäuschung" entsteht dadurch, dass Betrachtende den Mond in Relation zu irdischen Objekten am Horizont setzen, etwa zu Bergen, Bäumen oder Häusern.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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