Möglicher Bundesliga-Start: Arzt warnt vor Verletzungsrisiko

Bei einer Fortsetzung der Bundesliga-Saison warnt der Sportarzt Werner Krutsch die deutschen Fußballprofis vor einem erhöhten Verletzungsrisiko. Der Mediziner aus Regensburg, der auch in der Task Force für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Corona-Krise ist, sagte der Münchner "Abendzeitung" am Samstag: "Nach langen Pausen, Sommer oder Winter, haben wir immer einen Peak, was Kreuzband- und Sprunggelenksverletzungen anbelangt.
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Ein Fußball fliegt ins Netz. Foto: Jan Woitas/zb/dpa/Symbolbild
dpa Ein Fußball fliegt ins Netz. Foto: Jan Woitas/zb/dpa/Symbolbild

München - Bei einer Fortsetzung der Bundesliga-Saison warnt der Sportarzt Werner Krutsch die deutschen Fußballprofis vor einem erhöhten Verletzungsrisiko. Der Mediziner aus Regensburg, der auch in der Task Force für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Corona-Krise ist, sagte der Münchner "Abendzeitung" am Samstag: "Nach langen Pausen, Sommer oder Winter, haben wir immer einen Peak, was Kreuzband- und Sprunggelenksverletzungen anbelangt. Also ist jetzt die Prävention dieser Verletzungen empfohlen - man kann etwas dafür tun." Krutsch leitet das "Kreuzbandregister im Deutschen Sport", eine Analyse zur Prävention vor schweren Verletzungen, etwa im Fußball.

Der Orthopäde und Unfallchirurg arbeitete mit der Task Force der Deutschen Fußball Liga (DFL) ein Konzept aus, mit dem ein Abschluss der Bundesliga-Saison durch Geisterspiele möglich sein soll.

Ein Teil davon ist, dass Spieler intensiv auf das Virus getestet werden sollen. Dafür gab es Kritik. Zuletzt aber betonten DFL-Chef Christian Seifert und auch Task-Force-Leiter Tim Meyer, dass wegen des Fußballs keine medizinische Einrichtung weniger Tests zur Verfügung haben werde. Auch Krutsch sagte: "Es sind aktuell genug Tests da. Das betonen ja auch die akkreditierten Labormediziner."

Diese hätten der Task Force berichtet, "dass sie noch lange nicht am Anschlag sind, sondern noch massiv Testkapazitäten frei haben". Er ergänzte: "Sobald es aber zu einer höheren Notwendigkeit von Tests kommen sollte, müsste der Fußball natürlich zurückstehen."

Der Arzt glaubt, dass das DFL-Konzept ein Vorbild für andere Ligen oder Sportarten sein kann. "Ich gehe davon aus, dass auch andere Profi-Sportarten sich das gut anschauen, was bei uns läuft, und sich passende Dinge für ihren Sport herausnehmen", sagte Krutsch.

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