Mitarbeiter einer Firma in Poing mit Coronavirus infiziert

Poing (dpa/lby) - Im Logistikzentrum eines Modehändlers im oberbayerischen Poing im Landkreis Ebersberg haben sich 61 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt seien dort rund 900 Menschen im Dreischichtbetrieb beschäftigt, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes Ebersberg am Mittwoch.
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Proben für Corona-Tests werden für die weitere Untersuchung vorbereitet. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild
dpa Proben für Corona-Tests werden für die weitere Untersuchung vorbereitet. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

Poing (dpa/lby) - Im Logistikzentrum eines Modehändlers im oberbayerischen Poing im Landkreis Ebersberg haben sich 61 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt seien dort rund 900 Menschen im Dreischichtbetrieb beschäftigt, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes Ebersberg am Mittwoch. Kunden gibt es in dem Zentrum nicht. Dort werden unter anderem Online-Bestellungen bearbeitet. Mehrere Medien hatte zuerst über die Infektionen berichtet. Demnach wurden rund 660 Beschäftigte getestet, etwa 300 Tests stehen noch aus. Fünf der Infizierten stammen aus dem Landkreis Ebersberg.

Alle 61 positiv getesteten Mitarbeiter seien ohne Symptome, sagte ein Unternehmenssprecher. Wie es zu den Infektionen kam, ist nicht klar. "Bereits Wochen vor der Regierungsempfehlung haben wir eine Maskenpflicht eingeführt und als Vorsorgemaßnahme damit begonnen, täglich die Temperatur der Mitarbeiter zu messen", sagte der Sprecher. "Nach unserem Kenntnisstand ist es angesichts der beschriebenen Vorkehrungen und Vorsorgemaßnahmen sehr unwahrscheinlich, dass sich die Mitarbeiter im Betrieb angesteckt haben." Für die Mitarbeiter gebe es Hygieneschulungen.

Das Unternehmen habe in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt des Landratsamtes ein umfangreiches Konzept erarbeitet, um weitere Infektionen zu vermeiden, hieß es. "Wir werden die Tests aller Mitarbeiter wöchentlich wiederholen, auch um symptomfreie Infektionen oder solche im frühen Stadium zu erkennen", sagte der Sprecher. Alle infizierten Mitarbeiter und deren Kontaktpersonen seien für 14 Tage in Quarantäne. Die Belegschaft sei so vorübergehend um 50 Prozent reduziert.

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