Mit Rekord-Temperatur über 38 Grad geht Hitzewelle zu Ende

Das Schwitzen hat ein Ende: Nach Temperaturen weit über 30 Grad am Wochenende zieht eine Kaltfront nach Bayern. Die Hitzewelle endet am Montag mit Unwettern - Meteorologen ziehen einen Vergleich mit Pfingsten.
| dpa
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Vertrocknete Rosen stehen auf einer Verkehrsinsel im bayerischen Kitzingen im Sonnenschein. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
dpa Vertrocknete Rosen stehen auf einer Verkehrsinsel im bayerischen Kitzingen im Sonnenschein. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

München (dpa/lby) - Mit einem Sprung in den kühlen See, einem Eis im Schatten oder einem kühlen Bier im Biergarten abkühlen - die Menschen im Freistaat haben bei rekordverdächtigen Temperaturen ordentlich geschwitzt. In Unterfranken wurde mit einem Wert von um die 38,4 Grad ein neuer bayernweiter Rekord für den Monat Juni gebrochen. Am Montag kommt dann der Wetterwechsel mit teils schweren Unwettern und einer Kaltfront.

Der Sonntag könnte einer der heißesten Tage des Jahres werden: Schon zur Mittagszeit wurden in weiten Teilen Bayerns Temperaturen über 30 Grad gemessen, wie ein DWD-Sprecher in München sagte. Es sei "außergewöhnlich", weil Ende Juni noch nie so hohe Werte gemessen worden seien. Im unterfränkischen Kahl am Main (Landkreis Aschaffenburg) kletterte das Thermometer auf um die 38,4 Grad und stellte somit einen neuen Juni-Rekord für Bayern auf. Der heißeste Junitag bislang war erst vor wenigen Tagen im mittelfränkischen Möhrendorf (Landkreis Erlangen-Höchstadt) mit 38,1 Grad am vergangenen Mittwoch gemessen worden. Vor allem in Franken war es zum Ende des Wochenendes besonders heiß, wie der Sprecher sagte.

Am kältesten war es am Sonntag auf der Zugspitze. Auf Deutschlands höchstem Berg (2962 Meter) erreichte die Temperatur um die 14 Grad. Der Juni-Rekord liegt dort bei 16,8 Grad aus dem Jahr 2016.

Am Wochenende herrschte vor allem für ältere Menschen ein erhöhtes gesundheitliches Risiko, hieß es vom DWD. Die Gefahr vor Waldbränden war am Sonntag sehr hoch: In weiten Teilen des Freistaats, vor allem im Norden, galt die höchste der fünf Warnstufen. Die Hitzewelle war dem DWD zufolge verhältnismäßig lang. Im Großteil Bayerns blieb es tagelang trocken.

Das Ende findet die Hitzewelle am Montag. Dann zieht eine Kaltfront auf. Ein ähnliches Unwetter wie zu Pfingsten sei nicht ausgeschlossen, sagte der Sprecher. Am Pfingstmontag hatten heftige Gewitter mit Sturmböen, Starkregen und Hagelkörnern zum Teil in Golfballgröße schwere Schäden in Oberbayern angerichtet. Die Meteorologen sprachen diesmal zwar von einer "kleinräumigen Gefahr", erwarteten aber für Montagnachmittag vor allem im Süden Bayerns zahlreiche Gewitter.

Ab Dienstag werde es in weiten Teilen des Freistaats trocken, in den Alpen gebe es aber Schauer und Gewitter. Der Sommer ist damit noch nicht vorbei, aber Temperaturen weit über 30 Grad seien zunächst nur noch vereinzelt zu erwarten.

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