Mit Drogen gelockt und vergewaltigt? Zwei weitere Festnahmen

Seit Wochen gehen Ermittler gegen mutmaßliche Dealer vor, die im Nürnberger Bahnhofsmilieu Minderjährigen Drogen geben und sie vergewaltigen sollen. Jetzt sind zwei weitere Verdächtige in U-Haft.
dpa |
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Die Polizei hat wegen der Delikte rund um den Nürnberger Hauptbahnhof eine Ermittlungskommission namens "Kajal" gegründet. (Symbolbild)
Die Polizei hat wegen der Delikte rund um den Nürnberger Hauptbahnhof eine Ermittlungskommission namens "Kajal" gegründet. (Symbolbild) © Daniel Karmann/dpa
Nürnberg

Im Zusammenhang mit mutmaßlichen sexuellen Übergriffen auf Minderjährige durch Drogendealer im Nürnberger Bahnhofsumfeld hat die Polizei zwei weitere Männer festgenommen. Einer von ihnen (40) soll ihren Opfern im Alter von 15 und 18 Jahren am Donnerstagabend mehrere Drogen gegeben haben, der andere (21) soll sie am frühen Freitagmorgen dann vergewaltigt haben, wie die Polizei mitteilte. Die Männer sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Zuerst hatte die "Bild" über die Festnahmen berichtet.

Die 18-Jährige sei verletzt und deshalb in einem Krankenhaus behandelt worden, hieß es von der Polizei. Beide Opfer würden psychologisch betreut.

Festnahmen Nummer neun und zehn

Die Polizei in Nürnberg ermittelt seit längerem mit einer eigenen Ermittlungskommission namens "Kajal" im Umfeld des Nürnberger Hauptbahnhofs gegen mutmaßliche Drogendealer, die für sexuelle Übergriffe auf in manchen Fällen minderjährige Kundinnen verantwortlich sein sollen. Erst Ende Juni hatte die Polizei die Festnahme zweier anderer Männer vermeldet, die ähnliche Taten begangen haben sollen.

Die jüngsten beiden Festnahmen seien Nummer neun und zehn in dem Komplex, sagte ein Polizeisprecher. Die Ermittlungen diesbezüglich im Nürnberger Bahnhofsumfeld würden "unvermindert fortgeführt". Dabei gehe es nicht nur darum, Verdächtige zu ermitteln, sondern besonders darum, süchtige Mädchen und Jugendliche aus diesem Umfeld herauszuholen, sagte der Sprecher.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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