Mit dem Rad um den Badesee: Die schönsten Touren rund um München

Jetzt im Sommer locken wieder schöne Touren am Wasser entlang. Wer mag, kann hier oder dort eine Badepause einlegen. Drei Klassiker.
von  Anne Hund
Der Ammersee lockt mit vielen Bademöglichkeiten. Wer mag, kann zum Beispiel in Herrsching einen Zwischenstopp einlegen.
Der Ammersee lockt mit vielen Bademöglichkeiten. Wer mag, kann zum Beispiel in Herrsching einen Zwischenstopp einlegen. © imago

Was gibt es im Sommer Schöneres als ein bisserl Bewegung an der frischen Luft – und zur Belohnung einen Sprung ins kühle Nass? Bei einer Radtour um den See lässt sich beides einfach kombinieren.

Wer mit dem Fahrrad zum Beispiel den Tegernsee, Starnberger oder den Ammersee umrunden will, kann hierfür von München aus mit den Öffentlichen anreisen.

Anschließend geht’s mit dem Radl an die idyllischen Stellen und Badeplätze, die man auf diese Weise am einfachsten erreicht. Hier die Tipps und Touren für verschiedene (See-) Wünsche und Fitness-Level.

Tipp 1: Besonders schöne Tour rund um den Tegernsee

Mit Start in Tegernsee (Anreise von München aus mit der Bayerischen Regiobahn) radelt man im Uhrzeigersinn zu den idyllischen Plätzen entlang des Tegernsees.

Ausgangspunkt ist der Schlossplatz in Tegernsee. Ab dort empfiehlt die Tegernseer Tal Tourismus GmbH die als "sehr leichte Tour" beschriebene Runde: Am Seeufer biegen Fahrradfahrer links ab; nach etwa 100 Metern geht es links an der Fischerei und am Yachthafen vorbei in Richtung Rottach-Egern.

Am Ortseingang von Rottach-Egern biegt man rechts in die Seestraße ein, radelt am Ufer entlang bis zum Seehotel Überfahrt, weiter in die Ganghoferstraße und nach etwa 1,5 Kilometern an den Liegewiesen des Ringsees vorbei.

20,9 Kilometer und 84 Höhenmeter

Vor der großen Liegewiese soll man der Empfehlung zufolge nun "links am Kiosk über die Weißachbrücke", sowie dem Weg "nach rechts bis zur Bundesstraße" folgen. Auf dem Radweg hält man sich nun rechts "bis zur Bushaltestelle", biegt im Anschluss rechts in den Weg am See ein und radelt weiter bis zum Ortsausgang von Bad Wiessee.

Wunderschöne Aussichten am Tegernsee: Warum sich der Ausflug dorthin lohnt.
Wunderschöne Aussichten am Tegernsee: Warum sich der Ausflug dorthin lohnt. © Ulrich Wagner/imago

An der "Spielbank" vorbei führt der Weg über Gut Kaltenbrunn in Richtung Gmund. Am Bahnhof in Gmund biegt man rechts ab zum Ludwig-Erhard-Platz. Von dort radelt man durch die Eisenbahnunterführung entlang der Mangfall bis zum Mangfallsteg.

"Diesen überqueren und rechts abbiegen bis zum Strandbad Seeglas, über das Bahngleis und auf dem Rad-/Fußweg entlang der Bundesstraße zurück nach Tegernsee", heißt es abschließend zu der unter www.tegernsee.com beschriebenen Rundtour.

Mehrere Einkehrmöglichkeiten

Gut zu wissen: Auf der Route gibt es mehrere Einkehrmöglichkeiten. Wer sich zudem im Tegernsee erfrischen mag, legt zum Beispiel am Strandbad Seeglas (Seeglas 1) in Gmund oder bei der "Freizeitanlage Point" (Überfahrtweg 1) in Tegernsee eine Badepause ein.

Die Radlstrecke beläuft sich auf insgesamt 20,9 Kilometer (und etwa 84 Höhenmeter). Sie ist mit dem Zusatzschild "Seerundweg" in beide Richtungen markiert. Die reine Fahrtzeit liegt den Angaben zufolge bei etwas mehr als eineinhalb Stunden – je nach Geschwindigkeit dauert es bei der familienfreundlichen Tour auch etwas länger.

Tipp 2: Idyllische Runde am Starnberger See

Idyllische Runde am Ufer des Starnberger Sees: Die von der "Region Starnberg Ammersee" empfohlene Rundfahrt bietet viele schöne Bade- und Rastmöglichkeiten.

Startpunkt ist in Starnberg am Bahnhof (von München aus mit der S6 erreichbar). Von dort führt der Weg zunächst durchs Wohngebiet westwärts in Richtung Possenhofen. Dort erreicht man das Erholungsgelände Possenhofen mit Bademöglichkeit.

Auch Tutzing am Starnberger See ist immer einen Abstecher wert.
Auch Tutzing am Starnberger See ist immer einen Abstecher wert. © Ulrich Wagner/imago

Der Weg führt (auch mit Ausblick auf die Roseninsel) schließlich bis nach Tutzing. Die nächste Radl-Etappe ist Bernried. Von dort geht es weiter nach Seeshaupt (hier gibt es eine Schiffsverbindung nach Starnberg) – und bis zum Freizeitgelände St. Heinrich.

49 Kilometer und 180 Höhenmeter

Über Ambach, Ammerland und Leoni geht es "nah am See wieder in Richtung Norden". Am Seeufer in Berg können Radler kurz absteigen, um die Votivkapelle zu besichtigen.

Bei Kempfenhausen fährt man nun ein kurzes Stück bergauf zur Staatsstraße, wo es auf dem Radweg über Percha (mit dem dazugehörigen Badegelände) weiter in Richtung Starnberg geht.

Streckenlänge: etwa 49 Kilometer (bei ungefähr 180 Höhenmetern). Die reine Fahrtzeit beträgt bei gemütlichem Tempo ungefähr vier Stunden.

So wird die Tour noch etwas länger

Die beschriebene Tour kann noch erweitert werden, indem man in Percha weiter geradeaus bis nach Leutstetten radelt, wie die "Region Starnberg Ammersee" vorschlägt. Anschließend geht es "über das Mühltal nach Starnberg" zurück.

Die Strecke liegt dann bei etwa 57,6 Kilometern, wie es im Internet auf www.starnbergammersee.de zu den Details heißt. Man muss insgesamt bis zu 248 Höhenmeter überwinden.

Tipp 3: Beliebte Radltour um den Ammersee

Radltour um den Ammersee mit viel Zeit am Wasser: Eine schöne und durchaus ein wenig anspruchsvollere Radtour beginnt am Bahnhof in Dießen. Direkt an der Seepromenade startet man mit dem Radl zunächst links in Richtung Norden.

Der Beschilderung des Ammer-Amper-Radwegs folgend, passiert man Riederau, Holzhausen, Utting und Schondorf. Richtung Eching geht es weiter durch das Freizeit- und Erholungsgelände, bis das nördliche Ende des Ammersees erreicht wird: Stegen.

"Man folgt der Promenade weiter bis zur Bergstraße und biegt dort links ein", heißt es weiter zu der von der "Region Starnberg Ammersee" empfohlenen Tour. "Ziemlich steil geht es bergauf zur Schornstraße, auf der man rechts Richtung Buch abbiegt."

Viel Zeit direkt am See

Der Beschilderung folgen Radfahrer nun im Hinterland über Buch nach Breitbrunn. Dort überquert man die Staatsstraße und folgt der Beschilderung nach Herrsching "durch den Friedhofsweg".

Am Ende geht es links in die Jaudesbergstraße, schließlich rechts in die Wörthseestraße – "und nach ein paar Metern folgt man wieder der Beschilderung links Richtung Herrsching".

In Rausch angekommen geht es zur Erholung den Berg hinab nach Herrsching. Am Ende der Hechendorfer Straße erreicht man wieder den Ammersee.

45,8 Kilometer und 195 Höhenmeter

"Man biegt links auf die Promenade ab, die in südliche Richtung führt. Bis zum Restaurant Seespitz folgt man der Promenade, biegt dann auf den Rad- und Wanderweg an der Mühlfelderstraße ab und passiert das Schloss Mühlfeld", so zudem der Tipp.

„Nach dem Wohnmobilstellplatz kann man wieder zum See hinunterfahren“, heißt es weiter – und dem Radweg bis zur südlichen Spitze des Ammersees und weiter bis Fischen folgen.

Zwei Radlfahrer am Ammersee.
Zwei Radlfahrer am Ammersee. © B. Lindenthaler/imago

An der Kreuzung biegen Radfahrer rechts in die Dießener Straße und folgen dieser, "bis die Amper überquert wird". Danach radelt man über Raisting, bis man wieder den Ausgangspunkt in Dießen erreicht hat.

Die auf der Webseite www.starnbergammersee.de beschriebene Route beträgt den Angaben zufolge etwa 45,8 Kilometer. Radfahrer müssen bei dieser Strecke außerdem rund 195 Höhenmeter bewältigen.

Worauf Ausflügler besonders achten sollen

Tipp für die Anreise mit den Öffentlichen: Die beste Verbindung von München nach Dießen am Ammersee ist nach Angaben der "Region Starnberg Ammersee" in der Regel jene ab dem Münchner Hauptbahnhof oder München-Pasing mit der S4 bis nach Geltendorf. Dort steigt man um in die BRB Richtung Weilheim/Schongau bis Dießen.

Was Ausflügler jetzt im Sommer jedoch beachten sollten: Besonders an Wochenenden, Feiertagen und bei gutem Wetter empfiehlt sich eine Fahrt außerhalb der Hauptverkehrszeiten, da die Züge Richtung Ammersee stark ausgelastet sein könnten.

Bei der Planung aller Touren sollte man etwas Wichtiges wissen: Für die Mitnahme des Rads ist zusätzlich ein Fahrradticket erforderlich – zum Beispiel eine MVV-Fahrrad-Tageskarte oder eine Fahrrad-Tageskarte Bayern.

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