Mit dem Bus zum Eibsee: Was sich für Ausflügler bald zum Positiven ändert

Der Eibsee am Fuße der Zugspitze ist eines der Top-Ausflugsziele in Bayern. Das hat allerdings gerade in der Hochsaison Stau und Verkehr zur Folge, auch im Zugspitzdorf Grainau. Dort ärgert sich so mancher über den Stillstand auf den Straßen.
Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen hat reagiert und ein neues Buskonzept erarbeitet, um den Verkehr zu entlasten. Für Einheimische genauso wie für Ausflügler.
Nach dem ersten Stress-Test an Ostern hatte das Landratsamt angekündigt, noch einmal nachbessern zu wollen. Wie ein Sprecher der AZ nun mitteilt, gelten ab dem Feiertag am 1. Mai weitere Änderungen.

Grundsätzlich gilt: Es gibt eine Linie speziell für Ausflügler mit der Nummer 323. Diese ist explizit dafür vorgesehen, Besucher von Garmisch zum Eibsee zu bringen. Wichtig: Das Deutschlandticket und MVV-Tickets gelten hier nicht.
Die Linie für Einheimische umgeht den Eibsee-Stau
Für Anwohner ist die Buslinie 315 (Garmisch-Grainau) interessant, diese spart den Weg über den Eibsee aus. Das Landratsamt erklärt den Grund: "Der Bus fährt nicht die Strecke zum Eibsee hoch, damit ist er vom Stau am Eibsee selbst nicht betroffen. Dies sollte eine bessere Fahrplanstabilität für den Alltagsverkehr bieten." Zudem gibt es noch die Linie 314 (Garmisch-Grainau-Eibsee), die außerhalb der Stoßzeiten fährt.
Was ändert sich nun zum Mai? Das Landratsamt informiert, dass bei der Linie 315 die neue Haltestelle "Bahnhof Untergrainau" nun stündlich angefahren wird. Zudem sei die Haltestelle "Schmölz, An der Wies" enthalten.
Bald brauchen Touris kein Bargeld mehr
Bei der Tourist-Linie 323 wird man im Lauf des Mai auch mit Karte zahlen können. Bisher muss man das Ticket beim Busfahrer mit Bargeld kaufen. "Hier wartet die RVO auf den Software-Anbieter, der aktuell personelle Engpässe hat."

Auf Nachfrage erklärt die Behörde weiter: "Ab dem 1. Mai 2026 fährt an erwarteten Spitzentagen ein halbstündlicher Verstärker. Es wird sich dann diesen Sommer zeigen, ob sich die Situation im Nahverkehr zum Eibsee durch das neue System entspannt."
Halbstündlicher Verstärker für Eibsee-Linie
An Wochenenden, Feiertagen, in den bayerischen Ferien sowie von Mai bis Mitte September gibt es die Eibsee-Linie also "ab 8 Uhr stündlich plus halbstündliche Verstärker zu Hochzeiten".
Bei der Linie 314 ist neu, dass das ganze Jahr über Früh- und Schulfahrten bis 8 Uhr bedient werden, die Fahrt um 13 Uhr verkehre ganzjährig auf der Linie 314. Die Haltestelle "Gungl-Stubn" werde im Rahmen der Schülerbeförderung bedient, ansonsten nicht.
Deswegen gilt das Deutschlandticket nicht
Das Landratsamt erklärt zudem ausführlich, warum auf der Ausflügler-Linie kein MVV-Tarif (Garmisch-Partenkirchen gehört seit 1. Januar 2026 eigentlich dazu) und kein Deutschlandticket gelten: "Die Linie 323 darf keine innerörtlichen Beziehungen bedienen, deshalb gilt auch hier das MVV-Ticket nicht." Und: "Es darf für die touristische Linie kein Ausgleich für das Deutschlandticket beantragt werden. Würde das Deutschlandticket gelten, würde der Landkreis hier keine Ausgleichsleistungen erhalten und könnte die Linie nicht gegenfinanzieren."
Eine einzelne Fahrt mit der Eibsee-Linie 323 vom Bahnhof Garmisch zum Eibsee kostet 6 Euro. Für Kinder (sechs bis 14 Jahre): 3 Euro.