Milchbauern protestieren mit Pulverwolke gegen Einlagerungen

Kempten (dpa/lby) - Mit einer mehrere Meter hohen Milchpulver-Wolke haben Milchbauern in Kempten gegen die Einlagerung ihrer Produkte protestiert. Das mit einem Heugebläse in die Luft beförderte Pulver breitete sich so weit aus, dass die Polizei die Veranstalter nach einiger Zeit bat, die Aktion zu beenden, um die Sicht der Autofahrer auf der angrenzenden Bundesstraße nicht zu sehr einzuschränken.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Milchpulver wird auf einer Protestaktion des Bundesverbandes der Deutschen Milchviehhalter die Luft geblasen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild
dpa Milchpulver wird auf einer Protestaktion des Bundesverbandes der Deutschen Milchviehhalter die Luft geblasen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild

Kempten (dpa/lby) - Mit einer mehrere Meter hohen Milchpulver-Wolke haben Milchbauern in Kempten gegen die Einlagerung ihrer Produkte protestiert. Das mit einem Heugebläse in die Luft beförderte Pulver breitete sich so weit aus, dass die Polizei die Veranstalter nach einiger Zeit bat, die Aktion zu beenden, um die Sicht der Autofahrer auf der angrenzenden Bundesstraße nicht zu sehr einzuschränken. Die Kundgebung bildete den Abschluss einer bundesweiten Protestaktion des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter in acht Städten gegen einen Preisabsturz in der Branche wegen der Corona-Krise.

Auf Druck der milchverarbeitenden Industrie bezuschusse die EU-Kommission seit dem 1. Mai die private Lagerhaltung von Magermilchpulver, Butter und Käse mit 30 Millionen Euro, so der Verband. "Die Einzigen, die davon profitieren, sind die Konzerne, Lagerhausbesitzer und Spekulanten", sagte Sprecher Hans Foldenauer. "Das ist Agrarpolitik aus der Mottenkiste."

Stattdessen forderte der Verband vor einer Sonderkonferenz der Agrarminister aus Bund und Ländern mit EU-Kommissar Janusz Wojciechowski an diesem Donnerstag, die Abgabemenge für Milch EU-weit verbindlich zu begrenzen. "Mit einer Einlagerung verpulvert man nicht nur unsere Überschüsse", so Manfred Gilch, Landesvorsitzender Bayern im Verband. "Man verpulvert unsere Betriebe und unsere Zukunft."

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren