Mietendemo gegen Leerstand und Luxus-Sanierungen in München

Luxus-Sanierungen, Abriss und leerstehende Häuser: Warum Münchner Mieter jetzt lautstark protestieren und was das Bündnis als "Schlag ins Gesicht" empfindet.
von  dpa
Bereits im Herbst hatten ein Bündnis für die große Mietendemo am 7. Februar geworben. (Archivbild)
Bereits im Herbst hatten ein Bündnis für die große Mietendemo am 7. Februar geworben. (Archivbild) © Felix Hörhager/dpa

Mit einer Großdemonstration wollen Verbände am Samstag auf die prekäre Lage auf dem Mietmarkt in München aufmerksam machen. Häuser würden gekauft, entmietet, luxussaniert oder gleich abgerissen und die Mieten steigen ins Unermessliche, kritisierte das Bündnis Mietendemo München. Starten soll die Veranstaltung um 14.00 Uhr auf dem Odeonsplatz. Von dort ist ein Demonstrationszug geplant. Die Veranstalter hoffen auf bis zu 10.000 Teilnehmer.

Mietendeckel und kein Leerstand

Die Organisatoren fordern unter anderem einen Mietendeckel und den Schutz von Sozialwohnungen. Zudem sollten keine öffentlichen Immobilien mehr an Investmentfirmen verkauft werden. Als "Schlag ins Gesicht" bezeichnete das Bündnis leerstehenden Wohnraum. In Zeiten der Wohnungsnot sei dies kriminell. Zudem müssten leerstehende Büros sofort in Wohnraum umgewidmet werden.

Schwere Lage für geflüchtete Menschen

Der Münchner Flüchtlingsrat und der Bayerische Flüchtlingsrat machten auf die schwierige Lage für Geflüchtete aufmerksam. "Bereits für gutverdienende Menschen ohne Migrationsgeschichte ist es kaum möglich, bezahlbaren Wohnraum zu finden", sagte Robin Esterer vom Münchner Flüchtlingsrat. "Für geflüchtete Menschen verschärft sich diese Situation jedoch dramatisch: Sie sind auf dem Wohnungsmarkt in besonderem Maße von struktureller Benachteiligung, Rassismus und rechtlichen Einschränkungen betroffen."

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