Michael Piazolo: Verweise und Bußgelder für Klima-Demonstranten

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) erhöht den Druck auf die Schüler im Freistaat und rät ihnen davon ab, weiterhin an den Fridays-for-Future-Protesten teilzunehmen.
| AZ/dpa
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In München sind am Freitag rund 3.000 Menschen für den Klimaschutz auf die Straße gegangen.
In München sind am Freitag rund 3.000 Menschen für den Klimaschutz auf die Straße gegangen. © Sina Schuldt/dpa

Fürth/München - Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hat die Schüler im Freistaat gewarnt, sich weiter während der Schulzeit an den Fridays-for-Future-Protesten zu beteiligen.

Das Ziel medialer Aufmerksamkeit sei längst erreicht. "Insofern sehe ich überhaupt keine Notwendigkeit, nun während der Unterrichtszeit für Fridays for Future zu demonstrieren", sagte der 62-Jährige am Mittwoch dem Radiosender "Antenne Bayern".

Piazolo verweist auf Schulpflicht in Bayern

Er forderte die Schulleiter auf, angemessen zu reagieren – und verwies auf die Schulpflicht in Bayern. Maßnahmen wie Nachsitzen, Verweise und Bußgelder seien im Schulgesetz ausdrücklich vorgesehen. "Dass man, wenn jemand das erste Mal fehlt, anders reagiert, als wenn jemand das fünfte Mal fehlt, liegt nahe", ergänzte Piazolo.

In München sind am Freitag rund 3.000 Menschen für den Klimaschutz auf die Straße gegangen.
In München sind am Freitag rund 3.000 Menschen für den Klimaschutz auf die Straße gegangen. © Sina Schuldt/dpa

Die Protestbewegung Fridays for Future hat für diesen Freitag zu einem globalen Streik für mehr Klimaschutz aufgerufen. Bundesweit sind mehr als 400 Demonstrationen geplant, darunter in München, Nürnberg, Augsburg und Regensburg. An dem Tag will das Klimakabinett der Bundesregierung seine Strategie für mehr Klimaschutz vorlegen.

Der Bayerische Realschullehrerverband begrüßte Piazolos Warnung. "Eine dauerhafte Etablierung von Freitagsdemonstrationen während des Unterrichts darf es nicht geben", teilte Verbandschef Jürgen Böhm mit. "Wir begrüßen es zwar, dass Jugendliche sich politisch engagieren und ihr Demonstrationsrecht in Anspruch nehmen – allerdings nicht während der Unterrichtszeiten."

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