Metall-Arbeitgeber erwarten harte Tarifrunde

Neben der schwierigen Lage vieler Betriebe könnte auch die große Heterogenität der Branche die Gespräche schwierig machen.
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Der Hauptgeschäftsführer der vbm, Bertram Brossardt, erwartet eine harte Tarifrunde. (Archivbild)
Der Hauptgeschäftsführer der vbm, Bertram Brossardt, erwartet eine harte Tarifrunde. (Archivbild) © Tobias Hase/dpa
München

Die bayerischen Metall-Arbeitgeber erwarten eine harte Tarifrunde. "Das werden keine einfachen Gespräche", sagte der Hauptgeschäftsführer der Arbeitgebervereinigung vbm, Bertram Brossardt. Die Ausgangslage sei schwierig. Die Gespräche beginnen am 8. Oktober. 

Die jüngst bekanntgegebene Forderung der IG Metall von unter anderem 5 Prozent mehr Lohn und Gehalt bei einer Laufzeit von 12 Monaten kritisierte Brossardt als "deutlich überzogen". Zudem seien es deutlich mehr als 5 Prozent, wenn man alle Forderungen einrechne. 

Lage ist angespannt

"Für einen Großteil der bayerischen M+E-Industrie ist die Lage äußerst angespannt", betonte Brossardt. "Die Betriebe stehen unter enormem Druck. Das schwierige außenwirtschaftliche Umfeld und strukturelle Standortprobleme in Deutschland machen der Industrie schwer zu schaffen. Das alles treibt den
Stellenabbau und damit die Deindustrialisierung weiter voran." Mehr als 40 Prozent der bayerischen M+E-Betriebe hätten derzeit eine kritische Ertragslage. "Ein Unternehmen, das keinen Gewinn erwirtschaftet, hat keinen Spielraum für Lohnsteigerungen."

Forderungen der IG Metall nach einer tariflichen Gewinnbeteiligung für Beschäftigte in Betrieben mit einer guten wirtschaftlichen Lage lehnte Brossardt strikt ab. Dies würde die Unternehmen aus dem Tarifvertrag treiben. 

Teil der schwierigen Ausgangslage für die Tarifverhandlungen ist auch, dass es den Metall- und Elektrounternehmen sehr unterschiedlich geht. Während unter anderem die Autoindustrie derzeit in der Krise steckt, läuft es in Bereichen wie Verteidigung oder bei Komponenten für Rechenzentren besser.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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