Memmingen: Mann sticht neuen Partner seiner Frau nieder

Ein Mann greift den neuen Partner seiner Frau an. Nun müssen er und ein Komplize sich wegen versuchten gemeinschaftlichen Mordes verantworten.
| AZ/dpa
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In Neu-Ulm hat ein Mann den neuen Partner seiner Frau niedergestochen und steht nun vor Gericht. (Symbolfoto)
Friso Gentsch/dpa In Neu-Ulm hat ein Mann den neuen Partner seiner Frau niedergestochen und steht nun vor Gericht. (Symbolfoto)

Ein Mann greift den neuen Partner seiner Frau an und verletzt ihn dabei schwer. Nun müssen er und ein Komplize sich wegen versuchten gemeinschaftlichen Mordes verantworten.

Memmingen  - Weil er den neuen Partner seiner Frau verfolgt und mit einem Komplizen verprügelt und niedergestochen haben soll, steht ein Mann in Schwaben seit Montag vor Gericht. "Die Angeklagten hielten es für möglich, dass der Geschädigte zu Tode kommt", sagte ein Staatsanwalt zum Prozessauftakt am Landgericht Memmingen. Die Anklage lautet auf versuchten gemeinschaftlichen Mord.

Die beiden Männer bestreiten, einen Mord geplant zu haben. Es sollte lediglich eine "Abreibung" sein, sagte der 41-jährige Mittäter. "Es war nie die Absicht, ihm so weh zu tun."

Auslöser für die Tat war nach Darstellung des 51-Jährigen keine Eifersucht, sondern eine vorausgehende körperliche Auseinandersetzung. Mehr als 50 Zeugen sind für die angesetzten fünf Prozesstage vorgeladen.

Männer bestreiten geplanten Mord - es soll eine "Abreibung" gewesen sein

Laut Anklage haben die Männer das Opfer im Juli 2018 mit Pfefferspray, einem Schlagstock und einem Messer in Neu-Ulm angegriffen und schwer verletzt. Der Ehemann räumte vor Gericht ein, dass es sich um kein Messer, sondern um einen Schraubenzieher handelte. Sein Komplize habe die Tatwaffe zuvor geschliffen.

Zuvor hatte der Ehemann einen GPS-Sender am Pkw seiner Frau angebracht, den der neue Partner nutzte. "Andauernd verfolgte er mich und hat mehrmals die Reifen zerstochen", sagte die Ex-Frau bei ihrer Anhörung.

Das Opfer erlitt bei dem Angriff ein Schädel-Hirn-Trauma, mehrere Knochenbrüche und Schnittwunden sowie eine Platzwunde am Hinterkopf. Vor Gericht sagte der Geschädigte aus, täglich Schmerzen zu haben und seit der Tat in psychiatrischer Behandlung zu sein.

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