Mehr Zuschauer bei den Münchner Kammerspielen

München (dpa/lby) - Die Münchner Kammerspiele unter ihrem Intendanten Matthias Lilienthal blicken auf ein gutes Theaterjahr zurück. Die Zahl der Besucher sei in der Spielzeit 2018/2019 von rund 129 000 im Vorjahr auf mehr als 134 000 gestiegen, meldete das Kulturreferat am Donnerstag im städtischen Kulturausschuss.
| dpa
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München (dpa/lby) - Die Münchner Kammerspiele unter ihrem Intendanten Matthias Lilienthal blicken auf ein gutes Theaterjahr zurück. Die Zahl der Besucher sei in der Spielzeit 2018/2019 von rund 129 000 im Vorjahr auf mehr als 134 000 gestiegen, meldete das Kulturreferat am Donnerstag im städtischen Kulturausschuss. Die Auslastung der 745 Vorstellungen habe bei 61 Prozent gelegen.

Gerade zum Jahresende habe es eine Tendenz weiter nach oben gegeben, betonte die Sprecherin des Kulturreferates, Jennifer Becker. Seit Beginn der Spielzeit 2019/20 im Herbst habe die Auslastung bei 73 Prozent gelegen. Der Monat Dezember sei mit mehr als 82 Prozent der auslastungsstärkste seit zehn Jahren gewesen. "Und die Tendenz ist weiter steigend." Diese Form der Theaterarbeit habe einfach "ihre Zeit gebraucht, bis sie beim Publikum ankommt".

In der regionalen Presse und beim Münchner Publikum seien die Kammerspiele immer noch umstritten und oft diskutiert worden. Künstlerisch wertete die Stadt die Spielzeit aber als sehr erfolgreich - schließlich seien die Kammerspiele 2019 als Theater des Jahres ausgezeichnet worden. Christopher Rüpings 10 Stunden langer Theatermaraton "Dionysos Stadt" wurde zum Berliner Theatertreffen eingeladen, seine Brecht-Inszenierung "Trommeln in der Nacht" nach Peking. Und am Donnerstag wurde auch noch bekannt, dass der Schauspieler Walter Hess, der seit 2002 zum Kammerspiel-Ensemble gehört, in diesem Jahr den mit 10 000 Euro dotierten Theaterpreis der Stadt München erhält, der nur alle drei Jahre vergeben wird.

Lilienthal ist im Herbst in seine letzte Spielzeit in München gestartet. Im Sommer endet seine Intendanz nach fünf Jahren. Seine Nachfolgerin wird die Theaterregisseurin und Dramaturgin Barbara Mundel, tätig unter anderem bei der Ruhrtriennale. Ein Grund für die gestiegene Auslastung ist nach Einschätzung Beckers auch, dass "viele die letzte Chance nochmal wahrnehmen wollen".

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