Mehr Metaller-Warnstreiks - Arbeitgeber fordern Ende

Die Tarifrunde der Metallindustrie verläuft konfrontativ, die Arbeitgeber werfen der IG Metall "Klassenkampfrhetorik" vor.
dpa |
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Die IG Metall will ihre Warnstreiks ausweiten. (Archivbild)
Die IG Metall will ihre Warnstreiks ausweiten. (Archivbild) © Pia Bayer/dpa
München

In der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie stehen die Zeichen auf Konflikt: Die IG Metall meldete am vierten Tag der derzeitigen Warnstreikwelle 16.000 beteiligte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, fast doppelt so viele wie am Tag zuvor. Die Arbeitsniederlegungen trafen unter anderem BMW in München und Bosch in Bamberg, nach Angaben der Gewerkschaft mit jeweils 3.000 Teilnehmern. 

Der Arbeitgeberverband vbm reagierte verärgert: Hauptgeschäftsführer Betram Brossardt warf der Gewerkschaft "Klassenkampfrhetorik" vor. "Es ist unnötig, derart die Muskeln spielen zu lassen und in dieser Form eine Drohkulisse aufzubauen." 

Bisher gab es zwei Verhandlungsrunden, eine dritte ist bislang nicht terminiert. Die IG Metall fordert fünf Prozent Gehaltserhöhung - eine niedrigere Forderung als in den Lohnrunden der vergangenen Jahre. Die Arbeitgeber hingegen fürchten angesichts von Marktanteilsverlusten und schrumpfenden Gewinnen vor allem in Autoindustrie und Maschinenbau den dauerhaften Verlust der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und wollen deswegen die Lohnkosten senken. Die Arbeitgeber schlagen für 2027 eine Einmalzahlung in Höhe von einem Prozent des Bruttojahresgehalts und für 2028 eine Tariferhöhung von 1,3 Prozent vor, also niedriger als die Inflationsrate. 

Brossardt sagte dazu, das Angebot sei "fair und der Situation angemessen". Die IG Metall will nicht einlenken: Das Angebot sei "eher ein Signal der Konfrontation", sagte Landesbezirksleiter Horst Ott. "Wir werden den Druck auf die Arbeitgeber in den kommenden Tagen weiter erhöhen."

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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