Mehr als 345 000 Anträge auf Landespflegegeld

1000 Euro als Dankeschön für pflegende Angehörige - oder für den Betroffenen selbst: Die bayerische Staatsregierung will damit vor allem häusliche Pflege unterstützen. Doch sie hat auch andere Projekte in Arbeit.
| dpa
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Eine Pflegerin hält im Altenheim die Hand einer Bewohnerin. Foto: Oliver Berg/Archiv
dpa Eine Pflegerin hält im Altenheim die Hand einer Bewohnerin. Foto: Oliver Berg/Archiv

München (dpa/lby) - Das umstrittene Landespflegegeld in Bayern in Höhe von 1000 Euro ist inzwischen fast 340 000 Mal ausbezahlt worden. Insgesamt gebe es mehr als 345 000 Anträge, teilte Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml (CSU) am Sonntag in München mit.

Seit September erhalten Pflegebedürftige in Bayern ab Pflegegrad zwei pro Jahr finanzielle Unterstützung in Höhe von 1000 Euro pro Jahr. Das Geld können sie für sich selbst nutzen oder ihren pflegenden Angehörigen eine finanzielle Anerkennung zukommen lassen. Es muss nicht jedes Jahr ein neuer Antrag gestellt werden. Fallen die Anspruchsvoraussetzungen allerdings weg, muss die Landespflegegeldstelle unverzüglich informiert werden.

"Die enorme positive Resonanz zeigt: Unsere Entscheidung für das Landespflegegeld war richtig", sagte Huml. "Das Landespflegegeld ist ein wichtiger Bestandteil des Pflege-Pakets der Bayerischen Staatsregierung." Die Grünen beispielsweise sind gegen das Landespflegegeld und würden es am liebsten abschaffen.

Die Ministerin verwies außerdem auf rund 120 Millionen Euro im Doppelhaushalt 2019/2020, mit denen Angehörige entlastet werden sollen, die Bedürftige zu Hause pflegen. "Damit sie sich gelegentlich eine Auszeit gönnen können, soll ein Schwerpunkt auf die Förderung von Kurzzeitpflegeplätzen gelegt werden", sagte Huml. "Zudem fördern wir die Schaffung und Modernisierung von stationären Pflegeplätzen."

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