Megos klettert schwerste Felsroute der Welt

Céüse La Falaise (dpa/lby) - Alexander Megos hat als erst zweiter Mensch eine Felsroute der höchsten Schwierigkeitsstufe erklettert und so für einen Weltrekord gesorgt. Der Ausnahmesportler aus Erlangen bezwang die Route namens "Bibliographie" in den französischen Alpen und bewertete den rund 35 Meter langen, überhängenden Felsabschnitt als Erstbesteiger selbst mit dem Schwierigkeitsgrad 9c.
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Alexander Megos blickt in die Kamera. Foto: Jae C. Hong/AP/dpa/Archivbild
dpa Alexander Megos blickt in die Kamera. Foto: Jae C. Hong/AP/dpa/Archivbild

Céüse La Falaise (dpa/lby) - Alexander Megos hat als erst zweiter Mensch eine Felsroute der höchsten Schwierigkeitsstufe erklettert und so für einen Weltrekord gesorgt. Der Ausnahmesportler aus Erlangen bezwang die Route namens "Bibliographie" in den französischen Alpen und bewertete den rund 35 Meter langen, überhängenden Felsabschnitt als Erstbesteiger selbst mit dem Schwierigkeitsgrad 9c. Denselben Grad hat weltweit nur die Route "Silence" in Norwegen, die Adam Ondra aus Tschechien vor knapp drei Jahren als Einziger geschafft hatte.

"Das ist ein persönlicher Meilenstein meines Kletterlebens", schrieb Megos bei Instagram am Donnerstagabend, nachdem er die Route in Céüse La Falais in der Nähe von Gap am Mittwochabend durchgeklettert war.

Der 26-Jährige ist neben Ondra der beste Felskletterer der Welt. 2013 hatte er in der Szene bereits für Furore gesorgt, als er als erster Bergsportler eine Route der Schwierigkeit 9a onsight schaffte. Das bedeutet, dass man die Route beim ersten Versuch erklettert, ohne davor einem anderen Athleten an dieser Wand zugesehen zu haben.

Für das Projekt "Bibliographie" habe Megos mit immer neuen Anläufen und Planung insgesamt rund 60 Tage verteilt auf drei Jahre gebraucht. "Das war mein mit Abstand längstes Projekt bislang", sagte er. "Diese Leistung von Alex war absolute Weltklasse", schwärmte Bundestrainer Urs Stöcker. "Diese Route wurde schon vor einigen Jahren angelegt, hat aber bislang noch alle Kletterer abgeworfen, sogar einige der besten der Welt. Jetzt ist sie erstmals bezwungen worden."

Die erfolgreiche Erstbesteigung der Route gelang just in der Woche, in der eigentlich der Kletter-Wettkampf bei Olympia in Tokio hätte stattfinden sollen. Weil die Sommerspiele aber wegen Corona auf 2021 verschoben worden waren, konnte Megos seiner wahren Leidenschaft, dem Felsklettern, nachgehen. Im nächsten Sommer wollen er und der zweite deutsche Starter Jan Hojer (Köln) in Japan Olympia-Medaillen holen.

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