Mathe-Abitur: Bildungsausschuss sieht keinen Handlungsbedarf

München (dpa/lby) - Trotz der Proteste um die Matheabitur-Prüfungen deutet in Bayern nichts auf eine nachträgliche Korrektur des Bewertungsschlüssels hin. Bisher gebe es keine Anhaltspunkte, dass dies notwendig sei, sagte Ministerialdirigent Adolf Präbst am Donnerstag im Bildungsausschuss des bayerischen Landtags.
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In einem bayerischen Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife (Abiturzeugnis) aus dem Jahr 2015. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archivbild
dpa In einem bayerischen Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife (Abiturzeugnis) aus dem Jahr 2015. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archivbild

München (dpa/lby) - Trotz der Proteste um die Matheabitur-Prüfungen deutet in Bayern nichts auf eine nachträgliche Korrektur des Bewertungsschlüssels hin. Bisher gebe es keine Anhaltspunkte, dass dies notwendig sei, sagte Ministerialdirigent Adolf Präbst am Donnerstag im Bildungsausschuss des bayerischen Landtags. Die Auswertung erster Korrekturen habe etwas schlechtere Ergebnisse als sonst mit "üblichen Schwankungen" ergeben. Aber auch Schulen hätten auf Nachfrage kein Eingreifen gefordert: "Der Grundtenor ist meist, dass das Mathe-Abitur anspruchsvoll, aber machbar war", sagte er.

An diesem Freitag hat das lange Warten von Bayerns-Abiturienten auf ihre Noten ein Ende. Erst dann will auch das Kultusministerium endgültig entscheiden, ob doch noch in die Bewertung eingegriffen werden soll. Präbst betonte aber schon, dass die Mathe-Note letztlich nur 6,6 Prozent des gesamten Abiturs ausmache. Seitens der Fraktionen wurden in der anschließenden Aussprache zunächst auch keine Forderungen nach einer Korrektur des Bewertungsschlüssels laut.

Nach der Mathe-Prüfung hatten Schüler in zwölf Bundesländern Petitionen im Internet gestartet. Im Freistaat wurden vor allem die Textlastigkeit und Anzahl der Unteraufgaben bemängelt. Das Saarland, Bremen und Hamburg haben angekündigt, den Bewertungsschlüssel zu verändern. Ein Vergleich mit Bayern könne nicht gezogen werden, da das Prüfungsniveau hier grundsätzlich höher sei, sagte Präbst. Zunächst gelte es, die Ergebnisse abzuwarten.

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