Maskenpflicht im Unterricht? Söder lädt zum Bildungsgipfel

Auch die längsten Ferien gehen einmal zu Ende. Eine Woche vor dem Schulstart in Bayern will die Staatsregierung ihr Konzept schnüren. Den Auftakt macht eine große Diskussionsrunde mit der Schulfamilie.
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Der bayerische Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU). Foto: Michele Tantussi/Reuters/Pool/dpa/Archivbild
dpa Der bayerische Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU). Foto: Michele Tantussi/Reuters/Pool/dpa/Archivbild

München (dpa/lby) - Einen Tag vor der entscheidenden Kabinettssitzung will Ministerpräsident Markus Söder heute mit Eltern, Lehrern, Schülern und Verbänden über das anstehende Ferienende beraten. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie der Unterricht in Bayern in der Corona-Krise sichergestellt werden kann. An dem Gespräch nimmt auch Kultusminister Michael Piazolo (FW) teil. Dabei dürfte es auch um die Frage gehen, wo an den Schulen Masken getragen werden müssen und welche sonstigen Hygieneauflagen den Regelbetrieb mit Präsenzunterricht sichern sollen. Die Ferien in Bayern enden eine Woche später am 7. September.

In Nordrhein-Westfalen hatten Schüler an weiterführenden Schulen zwischenzeitlich auch im Unterricht Masken tragen müssen. Diese Regelung soll aber an diesem Montag wieder auslaufen. Ausgenommen waren nur die Grund- und Förderschüler der Primarstufe.

Söder hatte das Vorgehen bisher immer als interessanten Ansatz bezeichnet, eine abschließende Meinung, ob die Praxis auch in Bayern eingesetzt werde aber vermieden. In Nordrhein-Westfalen war die Maskenpflicht im Unterricht aber nicht unumstritten. Final beschließen wird Bayern das Schulkonzept in einer Sitzung des Ministerrates am Dienstag (01. September) in München.

In Bayern gilt bisher wegen der Pandemie eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und an Orten, an denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Verstöße werden mit 250 Euro und 500 Euro im Wiederholungsfall geahndet. Eine Maskenpflicht in den Schulgebäuden außerhalb des Unterrichts und in den Schulbussen gilt als weitgehend sicher. Offen ist aber etwa auch noch, welche Vorschriften es für Lehrer geben wird.

Wichtige Fragen für den Schulbetrieb in der Pandemie betreffen aber auch den Umgang mit steigenden Infektionszahlen und dadurch möglicherweise notwendigen Schulschließungen samt des dann notwendigen Unterrichts von zu Hause. Bayern setzt zur Prävention der Infektion neben Masken insbesondere auf eine umfangreiche Teststrategie, diese soll durch frühzeitige Befunde ausdrücklich auch Mitarbeiter an Schulen, Schüler und ihre Familien vor einer unbemerkten Ansteckung mit dem Virus schützen.

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