Mann kommt aus U-Haft und soll erneut vergewaltigt haben

Ein Mann wird wegen Vergewaltigungsverdacht festgenommen. Doch er kommt frei, weil die Ermittlungen nicht schnell genug vorankommen - und wird mutmaßlich Mittäter in einem weiteren Fall.
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Vor dem Landgericht München I wird eine Vergewaltigung durch drei Männer verhandelt - einer ist schon wegen einer Tat verurteilt. (Symbolbild)
Vor dem Landgericht München I wird eine Vergewaltigung durch drei Männer verhandelt - einer ist schon wegen einer Tat verurteilt. (Symbolbild) © Frank Leonhardt/dpa
München

Nach einer Festnahme wegen Vergewaltigung ist ein Beschuldigter nach nicht einmal zwei Monaten aus der Untersuchungshaft freigekommen - und soll wieder vergewaltigt haben. Der Fall sorgt nun für Aufmerksamkeit. Die "Bild"-Zeitung hatte darüber berichtet.

Die Staatsanwaltschaft hatte nach eigenen Angaben am 8. April 2025 - rund sechs Wochen nach der ersten Festnahme des Mannes Ende Februar - die Aussetzung des Haftbefehls beantragt. Die Jugendliche, die der Mann vergewaltigt haben soll, habe damals auf absehbare Zeit nicht für eine Vernehmung zur Verfügung gestanden, erläuterte die Sprecherin der Behörde, Juliane Grotz. 

U-Haft nicht verhältnismäßig 

"Da nicht abzusehen war, wann die Ermittlungen abgeschlossen werden konnten, war die Untersuchungshaft des Beschuldigten nicht mehr verhältnismäßig", so die Behördensprecherin. Angesichts der Umstände habe die Anklagebehörde dem Beschleunigungsgebot in Haftsachen nicht gerecht werden können.

Wegen der ersten Vergewaltigung ist der Mann inzwischen vom Amtsgericht München zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Wegen des zweiten Falls steht er derzeit mit zwei mutmaßlichen Mittätern vor dem Landgericht München I.

Laut Anklagebehörde sollen die drei Männer im Juli vergangenen Jahres eine junge Frau am frühen Morgen an einer Isarbrücke gemeinschaftlich vergewaltigt haben. Für den Prozess sind weitere Verhandlungstage bis zum 8. Dezember angesetzt, zunächst soll am nächsten Dienstag weiterverhandelt werden.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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